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Löwen wollen liefern: Goldener Oktober statt Abstiegskampf?
Feature: Buntes Herbstlaub im Goldenen Oktober. *** Feature: Colorful Fall Foliage in Golden October
Buntes Herbstlaub im goldenen Oktober. Kann auch der KSV Hessen in diesem Monat gute Stimmung verbreiten? © IMAGO/Markus Tischler

Nach dem 0:3 gegen Mannheim wartet auf den KSV Hessen Kassel eine Englische Woche. Trainer Klingbeil nennt sie richtungsweisend für die Liga. Aber auch ein Pokal-Derby ist von Bedeutunf.

Kassel – „Du musst immer von fünf Absteigern ausgehen, damit du am Ende keine böse Überraschung erlebst. Wir wissen um unsere Situation, aber wir haben keine Muffe.“ Das sagt René Klingbeil, Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, vor einer Englischen Woche, die es in sich hat. Am Samstag geht es los mit der Reise zu Astoria Walldorf, einer Mannschaft, die ebenso in der Tabelle hinter den Löwen steht wie eine Woche später die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz als Gast im Auestadion. Klingbeils klare Vorgabe: „Beide Spiele dürfen wir nicht verlieren, zumindest vier Punkte sollen es sein, wir wollen ja nicht noch tiefer unten reinrutschen.“ Dazwischen liegt dann noch das Hessenpokal-Derby beim KSV Baunatal am Mittwoch.

Es gibt also noch einige Möglichkeiten für den KSV, aus dem Monat einen goldenen Oktober zu machen. Begonnen hatte er mit dem 2:2 gegen Ulm und einem Unterzahl-Sieg in Kaiserslautern, dann folgte am vergangenen Wochenende aber die enttäuschende 0:3-Heimpleite gegen den VfR Mannheim – ein kollektiver Blackout gegen einen allerdings auch bärenstarken Gegner. So oder so bezeichnet Klingbeil die vor ihm und der Mannschaft liegende Woche als richtungsweisend, denn: „Wir müssen jetzt liefern!“

Schon am Samstag dürfte das eine alles andere als leichte Aufgabe sein, auch wenn die Gastgeber bisher erst zwei Spiele gewonnen haben. Klingbeil spricht von einer Ergebniskrise, die nicht täuschen dürfe. Walldorf sei ein spielstarker und extrem unangenehmer Gegner, der Gang ins Stadion im Dietmar-Hopp-Sportpark nie leicht. In der vergangenen Saison lieferten sich die beiden Kontrahenten dort im April einen begeisternden Schlagabtausch. Der KSV verspielte zunächst eine 3:0-Führung, schaffte in der Nachspielzeit aber noch das 4:3. Die Torschützen damals: Jan Dahlke, Phinees Bonianga, Adrian Bravo Sanchez und Danny Breitfelder.

Bonianga und Bravo Sanchez sind noch dabei am Samstag. Ohnehin kann Klingebeil vermelden: Alle Mann an Bord. Maurice Springefeld ist nach Gelb-Rot-Sperre zurück, auch Tyron Duah, der zuletzt angeschlagen fehlte, steht wieder im Kader. Auch in dieser Saison ist es nicht leicht gegen die Mannschaft von Trainer Andreas Schön. Wenn sie verliert, dann fast nur mit einem Tor Unterschied. Klar war es nur beim 0:3 am Bornheimer Hang gegen den FSV Frankfurt. Zuhause gab es einen 2:1-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers, den Oktober eröffneten die Walldorfer mit einem 4:1 in Trier.

Warnzeichen gibt es also einige. Kein Wunder, dass Klingbeil einmal mehr fordert: „Wir müssen unsere Defensive dicht bekommen. Ein Tor schießen wir immer. Aber wir müssen es endlich auch mal hinbekommen, dass wir schon mit einem Tor punkten.“ Motto: Es kann nicht immer ein 4:3 sein. Um den Oktober noch golden zu bestreiten, würde es auch ein 1:0 tun. Mit Siegen in Walldorf und eine Woche später gegen die SG Barockstadt würde der KSV in diesem Monat auf zehn Punkte kommen. Wenn dazu das Weiterkommen im Pokal käme, wäre es doch noch ein goldener Oktober.

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