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Von Claus Weber
Walldorf. Große Erleichterung beim FC-Astoria Walldorf. Der Fußball-Regionalligist feierte mit dem 4:1 (2:1) gegen den KSV Hessen Kassel seinen dritten Saisonsieg und kletterte auf den 14. Tabellenrang. "Das war ein extrem wichtiger Sieg für uns", strahlte der neue Sportchef Roland Dickgießer, der sich das Amt kommissarisch mit Benny Hofmann teilt. Die Nordhessen sind ein direkter Mitkonkurrent der Badener und nur noch einen Tabellenrang besser platziert. Der Rückstand auf Kassel schrumpfte auf einen Punkt zusammen. Wollen die Walldorfer sicher in der Klasse bleiben, sollten sie die Hessen hinter sich lassen.
Die Vorstellung vom Samstag macht Hoffnung, dass das auch gelingt. Die Walldorfer waren die bestimmende Mannschaft, spielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten heraus und ließen die Hessen kaum einmal zum Abschluss kommen. "Das war ein überragender Auftritt", lobte Dickgießer und freute sich über die vier Treffer. "In den Tabellenregionen, in denen wir uns bewegen, zählt am Ende jedes Tor, weil es unheimlich eng ist – von diesen vier Toren können wir zehren."
Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr, drängten gleich auf die Führung - und waren schon nach zwei Minuten erfolgreich. Nach einem Ballverlust der Nordhessen setzte Iosif Maroudis Kenny Freßle mit einem präzisen Steckpass in Szene. Der 20-jährige Neuzugang vom VfB Stuttgart behielt die Übersicht und schoss flach ins rechte Eck.
So früh im Spiel hatten die Walldorfer in dieser Saison noch nicht getroffen. Der starke Start verlieh den "Blauen" allerdings zunächst keine Flügel, das weitere Spiel blieb zäh. Kassel kam zu seiner ersten Möglichkeit in der 18. Minute, doch den Schuss von Sercan Sararer hielt Walldorfs Schlussmann Michel Witte locker.
Erst knapp 20 Minuten später wurde es wieder interessant, kamen die Walldorfer mal wieder in den Strafraum der Hessen - und zu ihrem zweiten Treffer. Tobias Boche holte Kenny Freßle von den Beinen und Schiedsrichter Kadir Yagci zeigte sofort auf den Punkt – sehr zum Ärger der Hessen, die lautstark protestierten. Sie wollten kein elfmeterreifes Foul gesehen haben.
Karlo Kuranyi, der 21-jährige Sohn des ehemaligen Nationalspielers Kevin Kuranyi, ließ sich davon nicht beeindrucken, verlud Kassels Torwart Oelschlägel und traf halbhoch zum 2:0 (38.). Statt direkt nachzulegen und für die endgültige Entscheidung zu sorgen, schlich sich der Schlendrian ins Walldorfer Spiel ein. Nur zwei Minuten nach dem Treffer zum 2:0, erzielte Kassel das Anschlusstor. Nach einem schönen Angriff über rechts – der beste bisher im Spiel der Hessen – legte Adrian Bravo Sanchez den Ball in den Lauf von Sararer. Der spielte mit Übersicht in den Rücken der Abwehr zu Cemal Kaymaz – und der traf zum 2:1.
Das Spiel war wieder offen.
Allerdings nur bis zur 52. Minute. Nachdem Walldorfs Freßle KSV-Torwart Oelschlägel geprüft (47.) und Kendel nur den Pfosten des Kasseler Tors getroffen hatte (48.), machte es Karlo Kuranyi besser: Nach schöner Vorlage von Maroudis köpfte der Walldorfer zum 3:1 ein (52.).
Jetzt war der Bann gebrochen und Felix Kendel verwertete eine gute Vorlage von Yannick Thermann zum 4:1 (63.). Sein Kopfball sprang vom Innenpfosten hinter die Linie. Dabei blieb’s.