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Bei der erfolgreichen Heim-WM übertrugen ARD und ZDF erst ab dem Viertelfinale. Bei der Europameisterschaft im Dezember ist das anders.
Wenn Deutschlands Handballerinnen im Dezember in ihre Medaillenmission starten, kann das ganze Land zusehen. „Dass der Frauen-Handball die öffentliche Plattform bekommt mit der Live-Übertragung der Öffentlich-Rechtlichen, aber auch mit Dyn, freut uns natürlich. Das ist der nächste Schritt und eine Bestätigung für die Spielerinnen“, sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes dem SID. Bei der Europameisterschaft übertragen ARD und ZDF bereits ab der Gruppenphase live im linearen Fernsehen.
„Wir freuen uns darüber und das ist eine zusätzliche Motivation. Wir haben die Chance, uns dem ganzen Land zu präsentieren“, sagte Meckes. Bei der Heim-WM im vergangenen Jahr, bei der Deutschland das Finale erreichte, hatten ARD und ZDF erst ab dem Viertelfinale übertragen. Nun sind die DHB-Frauen schon ab dem EM-Auftaktspiel gegen Schweden (4. Dezember, 18 Uhr) im frei empfangbaren TV zu sehen. Das gilt auch für die weiteren Gruppenspiele gegen Serbien (6. Dezember, 18 Uhr) und Co-Gastgeber Slowakei (8. Dezember, 18 Uhr). Die Streamingplattform Dyn überträgt ebenfalls.
Größerer Druck ob des breiten Publikums ist für Bundestrainer Markus Gaugisch kein Problem. „Das ist ja das, was wir wollen. Dass der Druck nicht als Belastung wahrgenommen wird, sondern als Privileg. Das ist doch viel geiler, wenn uns viele Leute was zutrauen und auch viele Leute uns zuschauen. Und die höchsten Anforderungen stellen wir sowieso an uns“, sagte der 52-Jährige dem SID: „Da wollten wir hin und jetzt sind wir dort. Deshalb müssen wir auch nicht jammern.“
Gaugisch hatte am Freitag seinen 16-köpfigen EM-Kader verkündet. Ende November warten auf das deutsche Team zwei letzte Tests gegen den Olympia-Zweiten Frankreich, das EM-Finale findet am 20. Dezember in Kattowitz (Polen) statt.