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Einer stellt schon Bedingungen! Manchester United soll drei Trainerkandidaten im Blick haben
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Die Tage von Michael Carrick als Trainer von Manchester United scheinen gezählt. Die Namen von Julian Nagelsmann und Eddie Howe werden diskutiert. Doch Gespräche hat es angeblich schon mit einem anderen gegeben.

Wie La Repubblica aus Italien berichtet, haben sich die Red Devils mit Antonio Conte informell in Kontakt begeben, um eine mögliche Bereitschaft auszuloten, von Carrick zu übernehmen.

Nach Angaben des italienischen Blattes habe Conte diesbezüglich schon zwei klare Forderungen gestellt: Einerseits wolle er die volle Kontrolle über die Transfergeschäfte haben, um den Kader nach seinen Vorstellungen und taktischen Vorzügen umzumodellieren. Andererseits wolle er seinen gesamten Staff mitbringen.

Conte kann bereits auf zwei Stationen in der Premier League zurückblicken. Von 2021 bis 2023 stand er bei den Tottenham Hotspur in der Verantwortung (1,78 Punkte pro Spiel, 76 Pflichtspiele). Von 2016 bis 2018 leitete er die Geschicke beim FC Chelsea und gewann mit den Blues den FA Cup 2018 und 2017 die Meisterschaft (2,12 Punkte pro Spiel, 102 Pflichtspiele). Zuletzt war er bei der SSC Neapel tätig, wo er den Scudetto 2025 und die Supercoppa 2026 gewann. Aktuell ist er vereinslos.

Wird Julian Nagelsmann neuer Trainer bei Manchester United

Ebenfalls vereinslos sind die beiden anderen Kandidaten, die aktuell als Carrick-Nachfolger medial mit ManUnited in Verbindung gebracht werden. Einerseits ist das Eddie Howe, der nach einer durchaus erfolgreichen Ära im Sommer überraschend bei Newcastle United zurückgetreten war. Angeblich aufgrund von Differenzen mit der Klubführung, nachdem zentrale Spieler wie Sandro Tonalli, Bruno Guimaraes oder Anthony Gordon verkauft wurden.

Neben Howe soll auch Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann ein Kandidat auf den Trainerstuhl in Manchester sein. Das berichtet zumindest The Telegraph. Nagelsmann war zuletzt nach drei Jahren als Trainer der deutschen Nationalmannschaft und dem blamablen Aus bei der WM im Sechzehntelfinale gegen Paraguay von Jürgen Klopp abgelöst worden. Zuvor arbeitete er erfolgreich beim FC Bayern, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim. Die Premier League wäre Neuland für den 39-Jährigen, weshalb sein ehemaliger Boss beim deutschen Rekordmeister ihn von einem Engagement bei den Red Devils abgeraten hat.

"Er ist jetzt nicht derjenige, der die ganz großen Erfahrungen hat, gerade was ausländische Teams betrifft", sagte Oliver Kahn im "Triple - der Hagedorn Fußballtalk" auf RTL/Sky Sport: "Die Premier League und Manchester United sind nicht dafür bekannt, in den vergangenen Jahren eine besondere Kontinuität auf der Trainerposition gehabt zu haben."

Seit Sir Alex Fergusons Rücktritt im Jahr 2013 waren abzüglich Interimslösungen bereits acht verschiedene Trainer im Amt. Auch Größen wie Louis van Gaal, Jose Mourinho oder Ralf Rangnick scheiterten letztlich krachend. Kahn mahnte Nagelsmann deshalb dazu an, sich eine Unterschrift in Manchester genauestens zu überlegen, sofern er ein Angebot erhalten sollte: "Er muss sich schon fragen: Was ist jetzt mein nächster Schritt? Muss der sitzen? Oder verbinde ich ihn direkt mit einem enormen Risiko wie Manchester United, wo im Grunde jeder Trainer in den letzten Jahren früher oder später gescheitert ist? (…) Man sollte sich schon genau anschauen, wo man da hingeht."

Julian Nagelsmann

Wie schlecht ist Manchester United aktuell?

United steckt aktuell mal wieder in einer elementaren Krise. In der Premier League liegen die Red Devils mit gerade einmal sieben Punkten aus sieben Spielen meilenweit hinter dem eigenen Anspruch zurück, verbuchten dort sogar den schlechtesten Saisonstart seit fast 40 Jahren. Im League Cup war Brighton & Hove bereits Endstation, in der Champions League setzte es zuletzt ein fürchterliches 1:4-Debakel gegen Como.

Von einer "beschämenden Niederlage" war im Guardian zu lesen. The Telegraph schrieb von einer "Art von Leistung, die einen Trainer den Job kostet". Der erschreckende Auftritt in der Lombardei führte sogar dazu, dass Kapitän Bruno Fernandes im Anschluss öffentlich Kritik an der Taktik seines Trainers übte.

Carrick selbst gab sich nach Abpfiff hingegen zurückhaltend. "Bis zum nächsten Spiel gibt es noch viel zu tun, und wir müssen die Mannschaft darauf vorbereiten", sagte er mit Blick auf die Ligapartie gegen AFC Bournemouth am Sonntag.

Carrick hatte die Red Devils in der vergangenen Saison von Ruben Amorim übernommen und den englischen Topklub anschließend mit einer starken Rückrunde nach drei Jahren Abstinenz zurück in die Champions League geführt. Anschließend war der damalige Interimstrainer von der Klubführung mit einem langfristigen Cheftrainer-Vertrag bis 2028 belohnt worden.

Auch deshalb stellte sich Verteidiger Lisandro Martinez zuletzt klar hinter Carrick und übte scharfe Kritik an der Klubführung und Transferpolitik.

"Ich muss mich sehr zusammenreißen, aber manchmal spiegelt das genau wider, wie es um unseren Verein derzeit steht", polterte Martinez nach der 0:2-Niederlage gegen Atletico Madrid Mitte Oktober. Er erwarte mehr Investitionen. "Zu 100 Prozent. Ich erwarte mehr von unserem Sportdirektor. Ich muss ehrlich sein: Als Spieler müssen wir mehr tun, aber es ist auch wichtig, einen starken Kader aufzubauen, um für solche Abende gerüstet zu sein.

Sportdirektor Jason Wilcox hatte im vergangenen Sommer über 170 Millionen in die Mannschaft investiert, allerdings hauptsächlich ins Mittelfeld und nicht in die Problemzonen im Angriff und auf der linken Abwehrseite. "Du kannst nicht immer nur den Trainer wechseln, Trainer wechseln, Trainer wechseln", sagte Martínez und fragte: "Was ist mit anderen Bereichen? Mehr kann ich nicht sagen."

마이클 캐릭 (Michael Carrick)
Getty Images

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