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Wo Thomas Müller ist, ist auch immer was los. So nun zu sehen bei den Vancouver Whitecaps. Und dafür muss die Bayern-Ikone nichtmal spielen.
Vancouver – Thomas Müller macht einfach jede Offensive besser. Alleine (scheinbar schon) durch seine Anwesenheit. Das war beim FC Bayern so. Das war in der Nationalmannschaft so. Und das ist auch aktuell bei den Vancouver Whitecaps so. Bei seinem kanadischen Klub ist der 36-Jährige nach drei Wochen Verletzungspause frisch wieder dabei – und direkt gibt es Tore am Fließband. Für die Offensive der Whitecaps ist Müllers Rückkehr ein echter Gewinn.
Seit der Trainingsrückkehr der Bayern-Ikone stehen ein 4:1 gegen San Diego und ein 5:1 gegen Seattle zu Buche. Neun Tore in zwei Partien sind eine Bilanz, die für sich spricht. Zum Vergleich: Vor der Rückkehr hatte Vancouver in vier Spielen ohne Müller lediglich drei Tore erzielt. Der Kontrast zwischen den beiden Phasen ist enorm – und lässt sich eben in genau jenen Zahlen belegen.
Mit den Whitecaps hat Müller außerdem sein nächstes Saisonziel erreicht. Erst die Playoffs, nun der Titel in der Western Conference. Als Marschroute hatte er in seinem Newsletter Anfang Oktober ausgegeben: „Der Gewinn der Western Conference in der MLS ist weiterhin das erklärte Ziel.“ Gesagt – und natürlich getan. Sportlich hat Müller nahezu ausnahmslos in seiner Karriere Wort gehalten.
Entschieden war diese Frage übrigens schon vor dem Heimspiel gegen Seattle. Verfolger Dallas kam bei Sporting Kansas City nur zu einem 1:1 und hat damit sechs Punkte Rückstand auf Vancouver. St. Louis, lange Zeit erster Verfolger der Whitecaps, verlor zuletzt gar viermal in Serie und hat mittlerweile zehn Zähler Rückstand.
Deshalb konnte Thomas Müller beim 5:1 am Sonntag dann über die kompletten 90 Minuten geschont werden. Alles, was jetzt zählt, sind eben die Playoffs. Und hier ist nach der vergangenen Saison noch eine Rechnung offen. Nämlich mit dem wohl besten Fußballer aller Zeiten, Lionel Messi. Im MLS-Endspiel verloren Müller und die Whitecaps knapp gegen Messi und Miami. Sollte der Müller-Effekt aber weiter so einschlagen, dann ist auch diese Saison alles möglich. (rele)