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Eigentlich sollte es die Vorfreude auf einen großen Champions-League-Abend werden. Real Betis Sevilla machte sich am Dienstagmorgen (3. November) auf den Weg nach Dortmund, wo am Mittwoch das Duell mit dem BVB wartet. Doch noch während der Anreise zum Flughafen erreichte die Spanier eine schreckliche Nachricht. Ein Fußballprofi war nach einem tragischen Zwischenfall auf dem Spielfeld gestorben.
Der erst 30 Jahre alte Jesús de Miguel vom CD Tenerife hatte einen schweren Zusammenprall mit einem gegnerischen Torhüter nicht überlebt. Die Nachricht erschütterte den spanischen Fußball. Auch bei Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner herrschte große Bestürzung. Noch vor dem Abflug nach Deutschland äußerten sich die Verantwortlichen tief betroffen.
📌 Fakten
Die Mannschaft von Real Betis saß gerade im Bus zum Flughafen von Sevilla, als die traurige Nachricht bekannt wurde. Wie die spanische Zeitung „ElDesmarque“ berichtet, war die Stimmung bei der Ankunft am Flughafen entsprechend bedrückt. Selbst die Vorfreude auf das Champions-League-Spiel in Dortmund rückte zunächst in den Hintergrund.
Sportdirektor Manu Fajardo wandte sich noch vor dem Abflug an die anwesenden Journalisten. Im Namen des gesamten Vereins sprach er der Familie des Verstorbenen, dessen Mannschaft und allen Fans sein Mitgefühl aus. „Wir sind von diesem tragischen Ereignis tief getroffen“, erklärte Fajardo. Er schickte den Hinterbliebenen eine herzliche Umarmung und viel Kraft.
Auch Betis-Präsident Angel Haro meldete sich zu Wort. „Das sind schwere Stunden“, sagte er und betonte, wie sehr er mit der Familie fühle. Der Verein stehe in dieser schwierigen Situation an der Seite des CD Tenerife.
Was war geschehen? Am Montagabend traf Tenerife in der zweiten spanischen Liga auf den FC Andorra. In der Schlussphase kam es zu einem folgenschweren Zusammenprall zwischen de Miguel und Andorras Torhüter Jesús Owono. Der Schlussmann war aus seinem Tor geeilt, um einen Ball zu klären, und traf dabei den Angreifer.
De Miguel brach zusammen und musste noch auf dem Spielfeld medizinisch versorgt werden. Die Partie wurde abgebrochen, der Spieler anschließend mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand blieb sein Zustand kritisch. Trotz aller Bemühungen konnten die Ärzte sein Leben nicht retten.
Am Dienstagmorgen bestätigte CD Tenerife in einer emotionalen Mitteilung den Tod seines Spielers. Der Verein sei von Schmerz überwältigt und könne kaum begreifen, was geschehen sei. Gleichzeitig bat die Familie ausdrücklich darum, ihre Privatsphäre in diesen schweren Stunden zu respektieren.
Die Nachricht löste weit über Teneriffa hinaus Trauer aus. Zahlreiche Vereine und Fußballpersönlichkeiten sprachen ihr Beileid aus. Auch Real Madrid und der FC Barcelona gedachten des Verstorbenen. Der spanische Fußballverband RFEF reagierte mit einer weitreichenden Entscheidung.
Sämtliche für Dienstag angesetzten Begegnungen der Copa del Rey und der Copa de la Reina wurden abgesagt. Auch eine geplante Veranstaltung der spanischen U21-Nationalmannschaft fand nicht statt. Der Verband erklärte, die gesamte spanische Fußballfamilie stehe in diesen schweren Stunden zusammen.
Die UEFA kündigte ebenfalls eine Geste des Gedenkens an. Vor sämtlichen Europapokalspielen dieser Woche soll eine Schweigeminute für de Miguel abgehalten werden.
Damit wird die Tragödie auch im Signal Iduna Park unmittelbar spürbar sein. Wenn Borussia Dortmund und Real Betis am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN) aufeinandertreffen, soll vor dem Anpfiff zunächst des verstorbenen Spielers gedacht werden.
Die Partie selbst ist für die Spanier ein sportlicher Höhepunkt. Mit drei Siegen aus drei Champions-League-Spielen reist Betis als ungeschlagener Tabellenführer der bisherigen Ligaphase nach Dortmund. Tausende Fans begleiten die Mannschaft zu einem der berühmtesten Stadien Europas.
Doch auf dem Weg zu diesem besonderen Fußballabend hat die Mannschaft eine Nachricht erreicht, die alle sportlichen Fragen in den Hintergrund rückt. Die Trauer gilt einem jungen Menschen, der bei der Ausübung seines Berufs sein Leben verloren hat.
Am Mittwoch wird im Dortmunder Stadion deshalb zunächst nicht der Fußball im Mittelpunkt stehen. Sondern die Erinnerung an Jesús de Miguel.