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Christian Ilzer, der vorgestern 49 Jahre wurde und seit November 2024 Cheftrainer beim deutschen Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ist, kritisiert laut Sky die hohe Belastung der Profis und fordert eine grundlegende Überprüfung des internationalen Fußballkalenders. Nach dem Europa-League-Erfolg der Kraichgauer gegen Olympique Lyon spricht sich der Steirer für eine stärkere Konzentration auf die großen Turniere aus.
TSG Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer spricht Klartext
Foto: AFP/SID/DANIEL ROLAND
Die Diskussion um die zunehmende Belastung im Profifußball erhält neuen Zündstoff: Christian Ilzer hat nach Hoffenheims 3:0-Erfolg gegen Olympique Lyon die Terminplanung der UEFA scharf kritisiert. Der 49-jährige Steirer äußerte sich gegenüber Sky und sieht angesichts der Vielzahl an Spielen kaum noch Möglichkeiten für die Vereine, ihre Spieler ausreichend zu schonen.
Besonders die Verletzungen bei europäischen Spitzenklubs wie jüngst bei Champions League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München verdeutlichen für den TSG Hoffenheim-Coach die Problematik. Ilzer regte deshalb an, die Auswirkungen des dicht gedrängten Kalenders statistisch genauer zu untersuchen.
Die Trainer stünden vor der schwierigen Aufgabe, ihre Mannschaften trotz der hohen Belastung möglichst leistungsfähig zu halten. Gleichzeitig werde ihnen Kritik entgegengebracht, wenn sie wichtige Spieler aus Gründen der Regeneration aus der Startelf nehmen, erklärte der Österreicher.
Aus seiner Sicht sollten die großen internationalen Turniere wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Europameisterschaft und Weltmeisterschaft seien die entscheidenden Höhepunkte für die Spieler und ihre Nationalverbände. Entsprechend müsse die Saisonplanung auf diese Wettbewerbe ausgerichtet sein.
Die Nations League sieht der Hoffenheim-Trainer hingegen kritisch. Der zusätzliche Wettbewerb beanspruche Ressourcen, die der ohnehin eng getaktete Fußballkalender kaum hergebe. Christian Ilzer plädierte daher dafür, die UEFA-Terminplanung umfassend und mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu überprüfen.
Sportlich hatte der Abend für die TSG Hoffenheim Grund zur Freude gebracht. Gegen den französischen Ligue-1-Spitzenreiter Olympique Lyon gelang dem Bundesligisten der erste Saisonsieg in der Europa League.
ÖFB-Teamspieler Alexander Prass stand dabei für die Kraichgauer auf dem Platz. Felix Bacher verteidigte aufseiten Lyons bis zur Halbzeit.
Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte Andrej Kramaric. Der kroatische Angreifer brachte die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung und legte anschließend auch die Treffer von Adam Daghim und Adam Hlozek auf. Daghim, der früher für Salzburg spielte, erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel, während Hlozek in der Schlussphase den 3:0-Endstand herstellte.