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„Fühlt sich wie eine Niederlage an“ - Stimmen zum MSV-Drama

Dietmar Hirsch, Lex-Tyger Lobinger und Ben Schlicke sprechen über das 3:3 des MSV Duisburg gegen den VfB Stuttgart II. Auch Nico Willig ordnet das VfB-Comeback in der 3. Liga ein.

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Dietmar Hirsch (Trainer MSV Duisburg) über ...

... die Rote Karte gegen Fleckstein: „Schwer zu sagen, wir haben keinen Videobeweis. Nur auf dem Video sieht es aus, dass Flecki sogar zuerst ein bisschen getreten oder berührt wird. Aber kann man, glaube ich, geben. Ist für einen Schiedsrichter schwer.“

... eine mögliche Rote Karte gegen den Stuttgarter Torhüter: „Dann gab es für uns auch noch eine spielentscheidende Situation, wo der Torwart von Stuttgart rauskommt und den Ball im Liegen, im Rutschen mit der Hand spielt. Wenn er rauskommt, muss er davon ausgehen, dass er sich irgendwie abstützt. Und wenn er mit der Hand spielt, gab es schon ganz viele Situationen in allen Ligen, da ist es eine Rote Karte. Das muss man halt einfach sehen.“

... das Verteidigen in Unterzahl: „Wir haben in der Halbzeit ein bisschen umgestellt und dann natürlich tiefer gestanden. Ich finde trotzdem, wir haben es ordentlich verteidigt, aber für mich haben wir zu wenig mit dem Ball gespielt, zu viel den Ball weggeknallt und dadurch zu wenig für Entlastung gesorgt.“

... den späten Ausgleich: „Dann kriegst du in der letzten Sekunde halt das 3:3. Das fühlt sich nicht gerecht an, weil wir gut angefangen haben. Wir sind ein Stück weit passiver geworden, aber trotzdem fühlt es sich aufgrund der Dramatik, weil es in der letzten Sekunde war, extrem kacke an und ärgerlich.“

Lex-Tyger Lobinger (Stürmer MSV Duisburg) über ...

... den Punktverlust trotz 3:0-Führung: „Wir haben noch probiert, das mit Mann und Maus zu verteidigen. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben probiert, das wegzuverteidigen. Das haben wir teilweise ordentlich gemacht. Hinten raus haben wir ein paar Fehler gemacht, die natürlich bestraft werden. Dann passiert das, was passiert ist: Du stehst hier nur mit einem Punkt und es fühlt sich wie eine Niederlage an.“

... seine Rolle als alleiniger Stürmer: „Wenn du eine Rote Karte hast, ist das normal. Dann sollen die anderen Jungs erst mal verteidigen. Ich probiere, mich da durchzusetzen. Klar ist es schön, wenn du andere hast, die für mehr Entlastung sorgen. Aber in erster Linie geht es in Unterzahl darum, dass du irgendwie die Führung hältst.“

... die Fehler seiner Mitspieler: „Ich will da niemandem die Schuld in die Schuhe schieben. Ich habe mir in dieser Saison auch schon eine Rote Karte eingehandelt. Deswegen bin ich der Letzte, der mit dem Finger auf irgendwen zeigt. Auf gar keinen Fall. Das passiert im Mannschaftssport.“

... die Gefahr einer Negativspirale: „Jetzt geht es einfach darum, uns von dieser Negativität, die nach den letzten drei Spielen, in denen wir keinen Sieg geholt haben, gerne mal kommt, nicht beeinflussen zu lassen. Die Saison ist lang genug. Es sind noch viele Spiele zu gehen.“

... den Verlust der Tabellenführung: „Jetzt haben wir die Tabellenführung abgegeben. Mein Gott, dann ist das so! Das sollte uns alle nur noch mehr anspornen, dass wir jetzt stärker zurückkommen. Am Ende ist wichtig, was nach dem letzten Spieltag zählt. Bis dahin ist noch weit zu gehen."

Ben Schlicke (Abwehrspieler MSV Duisburg) über ...

... die verpasste Vorentscheidung: „Nach dem 3:0 hatten wir noch zwei, drei sehr gute Chancen, bei denen wir auf vier oder fünf Tore hätten stellen können.“

... die Rote Karte gegen Tobias Fleckstein: „Ich habe es noch nicht gesehen, ob es eine war. Aus meiner Sicht sah es nicht so aus, aber das kann ich nicht so gut beurteilen.“

... den tiefen Rückzug: „Vielleicht hätten wir zehn Meter weiter vorne stehen müssen. Aber wenn wir 3:2 gewinnen, sagt keiner was.“

... die Entwicklung der Mannschaft: „Das ist auch ein Schritt, der uns in unserer Entwicklung noch fehlt. Dass wir da vielleicht mehr rausschieben müssen, das haben wir in der Woche noch trainiert.“

Nico Willig (Trainer VfB Stuttgart II) über ...

... die katastrophale Anfangsphase: „Wir wollten ein Stück weit auch über uns hinauswachsen, weil du das gegen eine so gute Mannschaft wie Duisburg in dieser Saison musst. Dass wir uns dann in den ersten 20 Minuten unter die Räder haben nehmen lassen, war nicht das, was wir wollten. Das war schon katastrophal verteidigt in unserer letzten Linie.“

... die Schwierigkeiten gegen den MSV in Überzahl: „In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, Druck aufzubauen. Aber man sieht, dass eine junge Mannschaft Schwierigkeiten hat gegen so eine gute Defensive. Uns wachsen die Dribbler auf den Außenbahnen nicht auf den Bäumen, ehrlicherweise.“

... den späten Torschützen Eliot Bujupi: „Trotzdem haben wir es versucht, sind immer wieder angerannt, haben Bälle in die Box gespielt und sind dann auch zu dem glücklichen Ausgleich gekommen, den ich Eliot Bujupi nach zehn Monaten Verletzungsleidenszeit sehr, sehr gönne.“

... seine Unzufriedenheit trotz des Comebacks: „Trotzdem kann ich insgesamt mit meiner Mannschaft nicht zufrieden sein mit dem, was wir da geboten haben. Wenn man sich in der Halbzeit schon mit dem vierten Wechsel beschäftigt, dann sagt das sehr, sehr viel aus. Wir müssen über das 3:3 glücklich sein, weil viel mehr kann man nicht erwarten.“

... die strittigen Entscheidungen: „Ich finde, die zwei entscheidenden Szenen mit Roter Karte und Elfmeter sind aus meiner Perspektive klar, ohne dass ich es jetzt im Video wieder gesehen habe.“

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