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Duisburgs Fleckstein sieht Rot: Ausgleich in der Nachspielzeit – MSV verspielt 3:0-Führung gegen Stuttgart II
 Traf doppelt gegen den VfB Stuttgart II: MSV-Stürmer Lex-Tyger Lobinger (l.).
Traf doppelt gegen den VfB Stuttgart II: MSV-Stürmer Lex-Tyger Lobinger (l.).

Duisburg · In einem umkämpften Drittliga-Spiel hat der MSV Duisburg eine 3:0-Führung noch aus der Hand gegeben. Unter Bedrängnis konnte die Tabellenführung gegen den VfB Stuttgart II nicht verteidigt werden.

Als Tabellenführer der 3. Liga ging der MSV Duisburg in den Spieltag und wollte diese Position auch in der kommenden Woche innehaben. Nach einem furiosen Start führten die Zebras gegen die U21 des VfB Stuttgart nach nur elf Minuten bereits mit 3:0. Rot gegen Tobias Fleckstein und der Anschlusstreffer kurz vor der Pause sorgten für eine spannende Ausgangslage in Halbzeit zwei. Bis in die Nachspielzeit sollte es extrem spannend bleiben – mit bitterem Ausgang.

Mit der Niederlage aus dem Ingolstadt-Spiel im Rücken legte der MSV furios los. Viel Zeit für ein Abtasten blieb nicht, denn schon nach fünf Spielminuten zappelte die Kugel zum ersten Mal im Netz. Ein langer Ball landete bei Conor Noß, der mit selbigem bis zur Grundlinie marschierte. Von da folgte das Zuspiel zu Lex-Tyger Lobinger, der aus kurzer Distanz sicher die Führung für die Zebras erzielte. Keine drei Minuten später durfte er erneut jubeln. Ein von Can Coskun aus dem Halbfeld getretener Freistoß landete genau auf der Stirn des Angreifers, der platziert auf 2:0 erhöhte. Wieder sollte es nur drei Minuten dauern, bis die Hausherren die Arme in die Luft rissen. Auf der linken Seite ließ Dominik Kother seine Gegenspieler einfach stehen, spielte dann scharf ins Zentrum. Lobinger verpasste das Spielgerät knapp, doch Aljaz Casar stand genau richtig, um aus zehn Metern zu versenken.

In der Folge kontrollierte Duisburg die Partie in allen Belangen. Der VfB schien gar nicht richtig anwesend zu sein. Noß (14. und 21.) hatte das 4:0 auf dem Schlappen, doch Jerik von der Felsen durfte Mitte der ersten Halbzeit den ersten Schuss auf sein Tor auch mal parieren. Dann ließen es die Meidericher etwas ruhiger angehen und boten den Gästen mehr Räume. Mit denen wussten die aber zunächst nicht viel anzufangen. Der MSV lauerte auf die Umschaltmomente und Standards. Eine Ecke sorgte für die nächste Großchance. Über Umwege kam der Ball zu Rasim Bulic, dessen Kopfball das Tor nur knapp verfehlte (33.). Fünf Minuten vor der Pause stoppte Tobis Fleckstein einen Stuttgarter regelwidrig. Die Folge: Rot nach Notbremse und Freistoß von der Strafraumkante. Alexander Groiß verwandelte und sorgte so für den Anschlusstreffer (41.).

Dramatische Schlussphase

Für die zweiten 45 Minuten ersetzte Frederik Christensen auf der linken Außenbahn Kother. Schwungvoll kamen beide Teams aus der Pause, die erste Chance konnten die Hausherren für sich verbuchen. Joshua Bitter spielte den tiefen Pass auf Lobinger, der im Zentrum aber knapp am Spielgerät vorbei grätschte (48.). Im weiteren Verlauf nahm die Intensität auf dem Spielfeld immer weiter zu. Schiedsrichter Martin Wilke drohte die Partie mehrfach zu entgleiten, eine klare Linie war nicht zu erkennen. Im zerfahrenen Spiel gab es derweil kaum Torchancen. Nach 65 Minuten reagierte MSV-Coach Dietmar Hirsch erneut und brachte Peter Remmert und Martin Ens für Lobinger und Noß.

Ein Foul von Bulic bescherte den Gästen den zweiten Strafstoß in dieser Partie. Tim van der Leij verwandelte sicher und ließ Max Braune zwischen den Pfosten keine Chance (73.). Die Stuttgarter, aus dem Spiel heraus bislang komplett harmlos, witterten ihre Chance und drängten auf den Ausgleich. Duisburg hielt dagegen. Immer wieder kam es zu strittigen Situationen, die für ein Hochkochen der Emotionen sorgten. In der Nachspielzeit kam der VfB durch einen Distanzschuss zum Ausgleich. Am kommenden Wochenende steht das West-Duell bei Preußen Münster an – und in dieses Match geht der MSV als Tabellenzweiter.

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