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Harry Kane gewann den Ballon d’Or 2026 und setzte sich vor Kylian Mbappé und Lamine Yamal durch. Bei den Frauen gewann wieder Alexia Putellas.
Jahrelang war Harry Kane vom Pech verfolgt. Der englische Stürmer schoss bei Tottenham die Premier League kurz und klein, einen Titel sollte er in seinen über zehn Jahren bei den Nordlondonern aber nicht gewinnen. So folgte im Sommer 2023 der Wechsel für fast 100 Millionen Euro zum FC Bayern, doch auch in München gewann er in seiner ersten Saison tatsächlich keinen Titel, es wirkte fast, als würde ein Fluch auf Kane lasten. Doch in der Saison 2024/25 wurde er zum ersten Mal Meister, in der abgelaufenen Saison holte er das Double und wurde nun mit dem Ballon d’Or, der höchsten individuellen Auszeichnung im Weltfußball, belohnt.
„Nicht viele Menschen hätten das gedacht, und vielleicht hätte selbst ich nicht gedacht, dass ich es so weit bringen würde“, sagte der 33-Jährige nach seiner Ehrung. 36 Tore in 31 Ligaspielen, 14 Treffer in 13 Champions-League-Spielen und zehn Tore in sechs Spielen im DFB-Pokal, dazu ein Dreierpack im Finale, erzielte Kane im Trikot des deutschen Rekordmeisters in der Vorsaison. Die englische Nationalmannschaft führte er mit sechs Toren ins WM-Halbfinale, diese Zahlen waren genug, um vom Fachmagazin „France Football“, das den Preis zusammen mit der UEFA verleiht, zum besten Fußballer der abgelaufenen Saison ausgezeichnet zu werden. Dank sprach er seiner Familie, seiner Frau (“Wir haben es geschafft. Ohne dich wäre das nicht möglich“) und seinen Kindern (“Es ist nach eurer Zubettgehzeit. Ihr seid der Grund, warum ich das tue. Das hier ist ein ganz besonderer Moment. Ich kann es kaum erwarten, euch zu sehen und mit euch zu feiern. Ich liebe euch sehr“) aus. Auch seinem Trainer Vincent Kompany, der zurzeit aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme im Krankenhaus liegt, streute er Rosen: „Ich weiß, dass er noch im Krankenhaus ist. Ich hoffe, dass dir das ein bisschen Kraft verleiht. An Vinnie und den ganzen Trainerstab: Wie wir arbeiten, wie du uns pushst – ich habe es dir zu verdanken, dass ich mich als Spieler, Mensch und Anführer weiterentwickelt habe.“
Bei der Verleihung in London ließ Kane Kylian Mbappé und Lamine Yamal, der bester Nachwuchsspieler wurde, hinter sich. Wie groß der Vorsprung war, verrät „France Football“ erst Ende der Woche, laut Chefredakteur Vincent Garcia war es allerdings sehr knapp: „Es ging dieses Jahr wirklich nur um wenige Punkte.“ Wahlberechtigt war ja ein Journalist aus den Top-100-Nationen der FIFA-Weltrangliste.
Bei den Frauen gewann die Spanierin Alexia Putellas zum dritten Mal die Auszeichnung und zog mit Landsfrau Aitana Bonmatí gleich, die zuletzt dreimal in Serie erfolgreich gewesen war. Die 32-Jährige führte den FC Barcelona zum Champions-League-Titel und zur Meisterschaft, wechselte dann im Sommer nach England zu den London City Lionesses. Generell räumte bei den Frauen Barcelona ab, der Klub wurde Mannschaft des Jahres, Cata Coll beste Torfrau und Vicky Lopez beste Nachwuchsspielerin. Bei den Männern wurde Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain Mannschaft des Jahres, Athletic Bilbaos Unai Simon Tormann des Jahres und Spaniens Teamchef Luis de la Fuente Trainer des Jahres.