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Lamine Yamal wird bei der Vergabe des Ballon d'Or nur Dritter. Geht es nach seinem Onkel, ist das die völlig falsche Entscheidung - dieser lästert sogar über den Gewinner Harry Kane.
Die Wahl von Harry Kane zum Ballon-d’Or-Gewinner sorgt weiter für Diskussionen. Nachdem sich der Stürmer des FC Bayern München bei der Abstimmung vor Kylian Mbappé und Lamine Yamal durchgesetzt hatte, meldete sich nun ein prominentes Familienmitglied des Barcelona-Stars zu Wort.
Yamals Onkel Abdul Abdellaoui übte scharfe Kritik am Ergebnis und stellte offen infrage, ob die Auszeichnung an den richtigen Spieler gegangen ist.
Im spanischen TV-Format El Chiringuito fand Abdellaoui deutliche Worte: „Ich verstehe gar nichts. Da stimmt etwas nicht.“ Der Verwandte des 19-jährigen Weltmeisters machte keinen Hehl daraus, wie enttäuscht er über das Abschneiden seines Neffen ist. „Ich bin wirklich traurig. Mein Neffe war unglaublich, er war der beste Spieler der Welt, das weiß jeder.“
Besonders direkt wurde Abdellaoui beim Vergleich mit Kane. „Wenn du Fußball magst, gehst du Lamine zuschauen, nicht Harry Kane.“ Zwar räumte er dem Bayern-Stürmer seine Qualitäten als Torjäger ein, für ihn steht jedoch fest, dass Yamal der herausragende Spieler der vergangenen Saison gewesen sei.
Als möglichen Grund für die Niederlage seines Neffen sieht Abdellaoui dessen Alter. „Da Lamine jung ist, sagen sie immer: ,Er hat Zeit, er ist 19.‘ Und deswegen geben sie ihm den Award nicht.“ Gleichzeitig teilte er gegen den neuen Weltfußballer aus: „Bei Harry, der noch etwa drei Tage Fußball vor sich hat, sagen sie: ,Komm schon, wir geben ihm den Award.‘“
Abdellaoui verwies dabei auf Yamals Erfolge mit dem FC Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft. Sein Neffe habe eine außergewöhnliche Saison gespielt, Titel gewonnen und Fußball geboten, „den sonst niemand spielen kann“. Deshalb sei er überzeugt, dass Yamal den Ballon d’Or früher oder später gewinnen werde.„Lamine wird mehr als einen gewinnen.“
Während Yamals Familie mit dem Ergebnis haderte, überwogen andernorts die Glückwünsche für Kane. Selbst Ballon-d’Or-Moderator Thierry Henry, der als erklärter Unterstützer französischer Kandidaten gilt, bezeichnete den Bayern-Star als „würdigen Sieger“ und würdigte dessen langen Weg an die Weltspitze.
Kane selbst reagierte nicht direkt auf die Kritik. Nach seinem Triumph veröffentlichte der Engländer stattdessen eine Botschaft in den sozialen Medien: „Work hard in silence. Let success be your noise“ („Arbeite hart im Stillen. Lass deinen Erfolg für dich sprechen.“). Die Aussage wurde von einigen Beobachtern als indirekte Antwort auf die Debatten rund um die Wahl interpretiert.