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Charles Leclerc ist erstmals Vater geworden. Den Medientag in Sao Paulo lässt er aus, beim Rennen am Sonntag will der Ferrari-Pilot dabei sein.
Sao Paulo/Monte Carlo – Charles Leclerc und seine Ehefrau Alexandra sind im elterlichen Glück: Tochter Bianca erblickte am Dienstag das Licht der Welt, und der Ferrari-Pilot machte die freudige Nachricht mit einem zuckersüßen Babyfoto auf Instagram offiziell. Obgleich der Zeitpunkt für den frischgebackenen Vater intensiver sein könnte, steht der Sport unmittelbar vor der Tür.
Auf den sozialen Medien kursieren schon kurz nach dem Post der Eltern Vermutungen, dass der Name auf den verstorbenen Jules Bianchi, Leclercs Patenonkel, zurückgeht. Völlig offen ist derzeit noch, wann genau der Monegasse den Flug nach Sao Paulo antreten wird. Bezüglich seines Einsatzes beim kommenden Rennwochenende zeigte sich der Ferrari-Leistungsträger jedoch absolut entschlossen und unmissverständlich.
„Ich komme vielleicht etwas später an, aber ich werde am Sonntag die Rennen bestreiten“, bekräftigte Leclerc im Hinblick auf das sportliche Programm. Inzwischen hat auch die Scuderia offiziell bestätigt, dass Leclerc den offiziellen Medientag am Donnerstag in Brasilien komplett auslassen wird. Darüber hinaus wird er im ersten Freien Training am Freitag zuschauen müssen, da an seiner Stelle Nachwuchsfahrer Beganovic das Cockpit übernimmt.
Auch das zweite Training steht bereits am Freitag auf dem engen Zeitplan, wodurch dem Monegassen wichtige Streckenminuten verloren gehen. Angesichts der Tabellensituation im Endspurt der Formel-1-Weltmeisterschaft, auch wenn der Weltmeister schon feststeht, wiegt jede verpasste Trainingsminute doppelt schwer für die ambitionierten Ziele des Traditionsrennstalls. Sportlich gesehen kommt diese personelle und zeitliche Programmänderung zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt für den italienischen Rennstall.
Erschwerend kommt hinzu, dass im eigenen Team ohnehin dicke Luft herrscht und eine offene Rechnung mit Teamkollege Lewis Hamilton auf eine Klärung wartet. Beim vorangegangenen Großen Preis von Mexiko-Stadt hatte Leclerc seinen britischen Stallgefährten mit einem harten Manöver überholt, was für mächtig Zündstoff sorgte.
Der Rekordweltmeister fordert seither vehement ein klärendes Vier-Augen-Gespräch unter vier Augen mit Leclerc. Der Monegasse verteidigt sein Manöver und bezeichnet auch Hamiltons Fahrweise als „sehr am Limit“. Ob und wann das Gespräch in Sao Paulo stattfindet, ist durch Leclercs verspätete Anreise zusätzlich offen. (mah)