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Der Start in Madrid verlief holprig, die Kritik war gnadenlos. Inzwischen liefert Yan Diomande ab. Spaniens Sportpresse spricht schon vom Unverzichtbaren.
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Yan Diomande (19, Vertrag bis 2033) in Madrid heftig kritisiert. Das hat sich gedreht. Und zwar gründlich.
Die AS sieht den Ivorer auf dem Weg zum "Unverzichtbaren" bei Real Madrid. Sieben Mal stand der Flügelstürmer in dieser Saison in der Anfangsformation – sieben Mal gewannen die Königlichen. Seit der Länderspielpause sammelte er sechs Torbeteiligungen: drei Tore, drei Vorlagen.
Während Vinicius gesperrt fehlt, nutzt der Ivorer dessen angestammte linke Flanke, um immer positiver auf sich aufmerksam zu machen. Zuletzt beeindruckte der ehemalige Leipziger beim 3:0-Erfolg gegen Racing Santander.
Sein Treffer wurde mit 120,2 km/h gemessen, abgefeuert aus 19 Metern – Torhüter Agirrezabala hatte keine Chance. Beim 4:1 gegen Sevilla traf er mit rechts von der Seitenlinie am Strafraumrand, gegen Leipzig per Volley. Die Abschlüsse zeigen die Bandbreite von Diomandes Können.
Auch die jüngsten Statistiken sprechen für den Flügelstürmer. 34 Dribblings hat der Ivorer absolviert, Kylian Mbappé kommt auf 39 – Diomande stand aber 512 Minuten weniger auf dem Rasen als der Franzose.
José Mourinho (63) lobte nach dem 3:0 bei Racing vor allem die Arbeit gegen den Ball. Auf Diomande und Jude Bellingham (23; erzielte sein 50. Tor für Real Madrid) angesprochen, sagte der Portugiese: "Wenn die offensivstärksten Spieler Opferbereitschaft zeigen, ist das eine positive Botschaft an die Mannschaft."
Offen bleibt die Frage, die sich die spanische Sportzeitung stellt: Ist Diomande der Grund für Reals Lauf – oder dessen Nutznießer? Am Mittwoch in der Champions League in Athen bekommt der 19-Jährige wohl die nächste Gelegenheit, eine Antwort zu liefern.