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Nanu, was mussten wir da denn lesen in dieser Woche? Uli Hoeneß und Lothar Matthäus sind einer Meinung. Dass wir das noch erleben dürfen! Aber es verwundert nicht, wenn man hört, auf wen die bayrischen Grantler es abgesehen haben: Lennart Karl.
Es ist, als hätten sich der strenge Opa und der ungeliebte Sohn, dem zu Hause nicht mal die lästige Grünarbeit zugetraut wird, zusammengerauft und gegen den Enkel verschworen, der sich gerade überall ausprobiert. Karl spricht offen über seinen Lieblingsklub (leider nicht die Bayern, sondern Real Madrid), erscheint in Pink zum Spiel und zeigt in den sozialen Medien, wie schön das Fußballerleben sein kann.
Ein Achtzehnjähriger aus einem Dorf im Spessart entdeckt die Welt, statt sich in München im P1 zu langweilen. Das geht natürlich gar nicht!
Karl testet Grenzen aus. Und die Bayern müssten eigentlich froh sein über die Art und Weise. Karl könnte ja auch wie andere in seinem Alter rot sehen, die Gen-Z-Proteste kapern und die Innenstädte zerstören. Was unklug wäre, weil ein pinker Jogginganzug aus einem Meer von schwarzen heraussticht.
Hoeneß will trotzdem ein „ernstes Gespräch“ führen. Das bringt den Jungstar in eine missliche Lage: Was zieht man zu so einem Termin an? Wir mussten – bis zum Erscheinen dieser Kolumne – noch nicht zu Hoeneß zum Rapport, haben für den Dresscode aber einen Vorschlag: ein knalliges Pink würde den richtigen Ton setzen.