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Brad Binder (KTM): «Vielleicht nehmen wir am Sonntag besser einen Jetski»
KTM-Werksfahrer Brad Binder auf Phillip Island Foto: Gold and Goose KTM-Werksfahrer Brad Binder auf Phillip Island © Gold and Goose

Mit 2025 und Phillip Island verbindet Brad Binder wechselhafte Erfahrungen. Im Sprint kam der Südafrikaner gerade einmal eine Runde weit, dann flog «BB33» von der Piste. Am GP-Sonntag war Binder Teil eines fabelhaften KTM-Resultats. Alle vier RC16 landeten in den Top-10, Binder wurde auf P8 abgewunken.

2026 wird die MotoGP zum letzten Mal auf die legendäre Inselrennstrecke einbiegen, weitergehen soll es im November 2027 auf der Stadtrennstrecke von Adelaide . Für den Noch-KTM-Werksfahrer Binder wird es dagegen (wie auch für Jack Miller und Franco Morbidelli) wieder auf die Insel gehen. Der Familienvater wechselt zum deutschen Motorrad-Riesen BMW als Werkspilot. Und 2027 wird Phillip Island noch einmal Austragungsort der Superbike-WM sein, bevor es auch hier einen Abschied geben wird. Für die zweite Motorrad-WM-Serie geht es dann nach «The Bend» , südlich von Adelaide.

Binder, gut 10.000 km von Melbourne beheimatet, kennt Phillip Island in und auswendig. Seit 2011 ist der 17-fache GP-Sieger mit dem GP-Zirkus zu Gast. Konfrontiert mit der Wettervorhersage zeigte sich der Routinier nach einem lässigen Eingangsstatement differenziert: «Ich freue mich sehr, auf die Strecke zu gehen – es ist mein Favorit im Kalender –, auch wenn es aktuell so aussieht, dass wir nach einem sehr guten ersten Tag spätestens am Sonntag wohl besser einen Jetski benutzen.»

Phillip Island bei herrlichem Wetter, das sich schnell ändern kann Foto: Gold and Goose Phillip Island bei herrlichem Wetter, das sich schnell ändern kann © Gold and Goose

Binder weiter: «Hier kann man nie exakt wissen, was passieren wird. Was den Regen angeht, hängt alles von der Menge ab. Auf jeden Fall kritischer ist aber der Wind. Hier ist es oft so, dass er beginnt, sich zu verdichten und unberechenbar in Schüben über die Strecke pumpt. Insbesondere auf dem MotoGP-Bike ist das das kritische Element. Es gibt einfach zu wenig Platz und Zeit, das zu korrigieren, das sehe ich als die große Herausforderung.»

Dazu kommen die entsprechend schwankenden Asphalttemperaturen. Brad Binder: «Die Regenmengen sind dann oft sehr unterschiedlich, das macht es nicht einfach für das Material. Wenn es richtig nass wird, ist es nicht einfach, die Bremsen auf Temperatur zu halten. Dazu kühlt dann auch die rechte Flanke der Reifen aus, was durchaus heikel werden kann. Es schaut so aus, als hätten wir einen sehr spannenden Sonntag vor uns. Ich nehme die Herausforderung gerne an und glaube, dass es für uns auch dann richtig gut laufen kann», so der 31-Jährige vor dem «Red Bull Grand Prix of Australia».

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