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Dass mit Xavi Vierge ausgerechnet der schnellste Yamaha-Pilot der Superbike-WM 2026 im kommenden Jahr für einen anderen Hersteller fährt, ist für die Marke mit den gekreuzten Triangeln im Logo ein herber Verlust. Und ob Nachfolger Jack Miller die Lücke aus dem Stand ausfüllen kann, ist keineswegs sicher.
Berücksichtigt man das Niveau von Yamaha, hat sich der Spanier besonders gegen Saisonende hervorgetan. Während der Gesamtwertung bester Yamaha-Pilot, Andrea Locatelli, einen 13. Platz als bestes Finish vorweisen konnte, fuhr Vierge in Estoril und Jerez einen siebten und zwei neunte Plätze ein. Und der Ausfall im ersten Lauf in Jerez war einem Defekt geschuldet.
Kein Wunder, bedauert Rennchef Niccolo Canepa den Abgang von Vierge zum Ducati-Kundenteam Barni Racing. «Er hat nie aufgehört, das Team anzuspornen, und sein Feedback war stets präzise. Wir danken ihm für sein Engagement und seine Professionalität und wünschen ihm alles Gute für die nächsten Schritte seiner Karriere», betonte der ehemalige Rennfahrer. «Es ist traurig, ihn gehen zu sehen – er hat das ganze Jahr über bewiesen, dass er schnell ist, und vor allem, dass er ein professioneller und engagierter Fahrer ist.»
Canepa weiter: «Erneut war er sowohl in Estoril als auch in Jerez der stärkste R1‑Fahrer. In Estoril zeigte er ein starkes Tempo und fuhr zwei Top-10-Platzierungen ein, wobei er im Superpole-Race mit dem siebten Platz sein bestes Ergebnis erzielte. Auch in Jerez zeigte er sich wieder stark und kämpfte in allen drei Rennen um die Top-Ten-Plätze – es war großartig, seinen Kampfgeist im Sprint zu sehen, wo er in der letzten Runde zwei beeindruckende Manöver zeigte, um sich den neunten Platz zu sichern und seine Startposition für das letzte Rennen zu verbessern.»
In der Gesamtwertung landete Vierge mit 113 WM-Punkten auf Rang 13. Locatelli wurde mit 121 Punkten WM‑Zwölfter. Der Italiener hatte jedoch drei Ausfälle weniger.