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Die Oklahoma City Thunder haben auch ihr zweites Regular-Season-Spiel gegen die Denver Nuggets gewonnen. Beim 96:84-Erfolg endete jedoch zugleich eine historisch lange Serie von Shai Gilgeous-Alexander.
Der amtierende MVP erzielte "nur" 17 Punkte und blieb damit erstmals seit November 2024 wieder unter der Marke von 20 Zählern. Zuvor hatte er in 141 Spielen in Folge mindestens 20 Punkte erzielt - die längste Serie dieser Art in der NBA-Geschichte. Erst im vergangenen März hatte SGA den legendären Wilt Chamberlain an der Spitze abgelöst. Dieser war zwischen 1962 und 1963 in 127 Spielen in Folge auf mindestens 20 Punkten gekommen.
Dabei hätte SGA durchaus noch die Chance gehabt, seine Serie auch gegen Denver fortzusetzen. Mit einem Dreier 1:44 Minuten vor dem Ende erhöhte der 28-Jährige zwischenzeitlich auf 93:76 für die Thunder. Für die Schlussphase wurde er von Head Coach Mark Daigneault jedoch ausgewechselt, nachdem das Spiel praktisch schon entschieden war.
Der zweimalige MVP nahm das Ende seiner Serie gelassen. "Ich wollte eigentlich rausgehen. Dann habe ich gesehen, dass sie ausgewechselt hatten, und dachte mir: 'Dann sollte ich wohl auch runter.' Ich finde, man sollte dem Spiel immer den nötigen Respekt entgegenbringen", sagte er nach der Partie.
Dass ihm der Sieg ohnehin viel wichtiger war als der persönliche Rekord, machte der Guard deutlich: "Wenn wir verloren hätten, wäre ich stinksauer gewesen. Ich hätte jederzeit lieber auf den Rekord verzichtet, wenn wir dafür den Sieg geholt hätten. Deshalb bin ich froh, dass wir gewonnen haben und ich gleichzeitig den Rekord aufgestellt habe."
Auch Daigneault zeigte sich beeindruckt von der Einstellung seines Schützlings. "Ich hätte ihn auf dem Feld gelassen", sagte der Thunder-Coach. "Ich wollte ihn auch drauflassen. Aber aus all den Gründen, die ich bereits genannt habe, ist das ein weiterer Punkt auf der Liste der Dinge, die ich an ihm bewundere: seine Sichtweise in dieser Situation und seine sportliche Klasse."
Für seine Verhältnisse erwischte Gilgeous-Alexander insgesamt keinen guten Abend gegen die Nuggets. Der sonst so treffsichere Guard verwandelte nur sechs seiner 19 Würfe aus dem Feld und drei seiner elf Dreier. Allerdings taten sich in der von starken Defensiven geprägten Partie beide Teams schwer, offensiv ihren Rhythmus zu finden. Sowohl die Thunder als auch die Nuggets trafen weniger als 38 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld und weniger als 27 Prozent von jenseits der Dreierlinie.
Für Oklahoma City war es der zweite Sieg im zweiten Spiel der noch jungen Regular Season. Zum Auftakt hatte sich der Champion von 2025 gegen die San Antonio Spurs um Superstar Victor Wembanyama mit 116:104 durchgesetzt. In der Nacht auf Montag bietet sich Gilgeous-Alexander gegen die Los Angeles Clippers die nächste Gelegenheit, eine neue Serie zu starten.