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Mit vier Punkten aus den letzten zwei Spielen zeigte sich der 1. FC Union Berlin zuletzt deutlich verbessert. Sorgen bereitet den Eisernen aber noch die Auswärtsbilanz. Die soll am Wochenende in Augsburg aufgebessert werden.
Nach dem schwachen Saisonstart ging die Formkurve des 1. FC Union seit der Länderspielpause klar aufwärts. Mit dem Sieg gegen Elversberg (1:0) und dem Remis gegen Borussia Dortmund (0:0) sammelte die Mannschaft von Mauro Lustrinelli vier Punkte nach zuvor drei teils heftigen Niederlagen. In beiden Spielen blieben die Eisernen ohne Gegentor. Auch das ein klarer Fortschritt, nachdem die Abwehr nach den ersten vier Spielen noch die größte Baustelle des neuen Schweizer Coachs war – nicht nur wegen des 0:7 in München vor der Länderspielpause.
Was bleibt, ist die bisherige Auswärtsschwäche der Köpenicker. Auf fremdem Platz holte Union in dieser Saison bislang noch keinen Punkt, schlimmer: Auch ein Tor erzielten die Eisernen in der Ferne als einziges Team in dieser Spielzeit bislang nicht. Wenn es nach Lustrinelli geht, soll sich das am Samstag (15:30 Uhr) in Augsburg ändern. Zumindest die Statistik verspricht den Eisernen allerdings eine Mammutaufgabe.
Seit der Rückkehr von Trainer Manuel Baum hat der FCA seine Fans in Heimspielen nämlich nur selten enttäuscht. Nur eins der saisonübergreifend 14 Bundesliga-Heimspiel verloren die Augsburger seitdem. Nach dem 2:5 im März gegen den VfB Stuttgart ist die Baum-Elf bereits seit sieben Monaten ohne Heimniederlage.
Union-Trainer Lustrinelli erwartet in Augsburg eine laufstarke und gut organisierte Mannschaft. "Vor allem nach Balleroberung sind sie sehr konsequent und schalten schnell um. Das ist für uns eine tolle Herausforderung", sagte der 50-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie.
Baum ist es gelungen, der in der letzten Saison zwischenzeitlich strauchelnden Augsburger Mannschaft insgesamt neue Sicherheit zu geben. Einen Sieg könnten die Bayern dennoch mal wieder gebrauchen. Der FCA wartet seit vier Spielen auf einen Dreier und ist durch den jüngsten Negativlauf (zwei Remis und zwei Niederlagen) nach einem starken Saisonstart zuvor auf den zehnten Platz abgerutscht.
Mit zu viel Respekt müssen die Eisernen also trotz der Heimstärke nicht nach Augsburg fahren. Vor allem, weil Lustrinelli sowohl aus dem Spiel gegen Elversberg als auch aus der Begegnung gegen den BVB wertvolle Erkenntnisse ziehen kann. Mit Zeno van den Bosch und Felix Uduokhai, die Dortmunds Superstürmer Serhou Guirassy quasi 90 Minuten aus dem Spiel nahmen, hat Lustrinelli sein Innenverteidiger-Duo gefunden.
Auch die Leistung des gelernten Mittelfeldspielers Janik Haberer auf der Rechtsverteidiger-Position war erneut überzeugend, sodass der 32-Jährige auch in Augsburg wieder dort auflaufen dürfte.
Die Defensive also hat Lustrinelli mit Erfolg verbessert und stabilisiert. Von der Offensive kann das nur begrenzt behauptet werden. Chancen waren gegen Dortmund eher Mangelware, den Eisernen fehlte Kreativität und Ideen. Vor allem Andrej Ilic und Oliver Burke wurden bei den Eisernen schmerzlich vermisst. "Mit dem Ball haben wir natürlich noch Verbesserungspotenzial", gab auch Lustrinelli nach dem Spiel gegen Dortmund zu.
Umso glücklicher war der Trainer, am Donnerstag verkünden zu können, dass zumindest Burke die gesamte Woche trainiert hat. Ilic hingegen wird in Augsburg weiter fehlen. Er wird also noch nicht dabei helfen können, die Unioner Auswärtsschwäche bei heimstarken Augsburgern zu beenden.