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Nico Schlotterbeck kam beim Thema Viererkette nach Borussia Dortmunds 2:2 beim FC Bayern am Samstagabend auf das offenbar turbulente Abschlusstraining tags zuvor zu sprechen.
Bei Sky darauf angesprochen, dass der BVB beim Topspiel in München statt wie gewohnt mit Dreier- überraschend mit einer Viererkette spielte, meinte Schlotterbeck zunächst: "Der Trainer hat mit mir und Waldi (Waldemar Anton, d. Red.) gesprochen, wie wir das finden würden. Mir geht es nicht um die Formation, sondern um die Intensität, die Spielfreude, um die Lust daran, Duelle zu gewinnen."
Statt rechter Part der Dreierkette war Joane Gadou gegen den FCB als rechter Außenverteidiger aufgelaufen und habe das "richtig gut gemacht", bescheinigte Schlotterbeck. Dann verriet der BVB-Kapitän: "Das Abschlusstraining war nicht das beste, danach können sie den Trainer mal fragen."
Das tat Sky dann wenig später auch und Dortmunds Chefcoach Niko Kovac klärte auf: "Wir haben gestern die Viererkette durchexerziert und gewisse Sachen durchgespielt. Ich war nicht ganz so zufrieden." Ins Detail wollte er nicht gehen, stattdessen erklärte er flapsig: "Aber meistens ist das Spiel ja besser, wenn das letzte Training nicht so funktioniert hat. Die Jungs spielen ja in der Nationalmannschaft mit Viererkette, es ist nichts Neues."
Auf der linken Seite der Viererkette hatte Daniel Svensson verteidigt. Maximilian Beier, der aufgrund der ansonsten gängigen Formation der Dortmunder unter Kovac als zweiter Schienenspieler erwartet worden war, besetzte in der Allianz Arena in offensiverer Rolle den rechten Flügel.
Dortmund war zunächst in der 38. Minute in Rückstand geraten, als Konrad Laimer zur FCB-Führung traf. Die Freude über das 1:1-Ausgleichstor von Serhou Guirassy nach einer Stunde währte nur kurz, da wenig später Dayot Upamecano traf und die Bayern wieder vorne lagen. Ein später Treffer von Joker Fabio Silva sorgte dann aber für den 2:2-Endstand und bescherte dem BVB doch noch einen Punktgewinn.
Kovac war vor allem mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden: "Meine Jungs sind glaube ich heute zwei Kilometer mehr gelaufen als Bayern. Das brauchst du, um auf diesem Niveau in den letzten 15 Minuten da zu sein, wenn sich ein Spiel entscheidet. Meine Jungs sind top-fit", so der Kroate.