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Nach 0:2 zur Pause: Sommerein dreht das Spiel noch klar

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BSV Enzesfeld/H.

In der Gebietsliga Süd/Südost hat der BSV Enzesfeld/H. gegen den SC Sommerein lange wie der sichere Sieger ausgesehen, am Ende aber noch klar mit 2:5 verloren. Nach einem 0:2 zur Pause drehte Sommerein die Partie mit fünf Treffern in der zweiten Hälfte komplett. Co-Trainer Dominik Gotschy sprach danach von einem Befreiungsschlag, weil seine Mannschaft nach vier sieglosen Spielen diesmal nicht eingebrochen ist.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei Konter treffen Sommerein vor der Pause hart

Aus Sicht der Gäste begann die Partie zunächst so, wie man sie erwartet hatte: schwierig, aber keineswegs hoffnungslos. Gotschy schilderte einen Auftritt, in dem seine Mannschaft zwar viel Ballbesitz hatte, daraus aber kaum Druck nach vorne entwickeln konnte. „Wir sind mit viel Ballbesitz ins Spiel gestartet, konnten aber nie wirklich Offensivakzente setzen“, sagte der Co-Trainer. Das Problem dabei: Der Ball lief häufig in der eigenen Hälfte, während Enzesfeld erst rund um den Mittelkreis anlief und auf Umschalten setzte. Genau damit hatte Sommerein große Probleme. In der 30. Minute brachte Simon Barwitzius die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nachdem die Gäste laut Gotschy im Aufbau einen Fehlpass gespielt hatten. Kurz vor der Pause legte Barwitzius in der 41. Minute auch das 2:0 nach. Gotschy sprach dabei auch davon, dass die Restverteidigung „passen muss“, weil seine Mannschaft dort in Eins-gegen-eins-Situationen geraten sei und daraus erneut bestraft wurde. Umso mehr wurmte ihn der Rückstand, weil er das Spiel bis dahin nicht als klare Angelegenheit für Enzesfeld gesehen hatte. „Dann gehst du mit einem 0:2 in die Pause, wo du gar nicht so wirklich weißt, warum du hinten bist“, brachte er das Gefühl aus Sommereiner Sicht auf den Punkt.

Fehlstart nach der Pause bleibt ohne Folgen – dann kommt Hofbauer

Die zweite Halbzeit begann für Sommerein zunächst mit einer weiteren Prüfung. Gotschy berichtete, dass seine Mannschaft gleich nach Wiederbeginn einen Elfmeter zugesprochen bekam, diesen aber nur an die Stange setzte. Wenige Minuten später gab es auf der anderen Seite den nächsten Strafstoß, diesmal für Enzesfeld. „Drei, vier Minuten später haben wir einen Elfmeter gegen uns, den unser Torwart zum Glück pariert“, sagte Gotschy. Dieser Moment war aus seiner Sicht besonders wichtig, weil danach noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sei. Entscheidend wurde dann auch die Hereinnahme von Florian Hofbauer. Der Co-Trainer sprach von einem „glücklichen Händchen“, weil Hofbauer dem Spiel sofort eine andere Richtung gab. „Er war vorne drinnen ein Spieler, der mit seiner Schnelligkeit und mit seinem Tiefgang dem Gegner extrem wehgetan hat“, erklärte Gotschy. In der 57. Minute verkürzte Hofbauer auf 2:1. Später holte er auch den Elfmeter heraus, den Mathias Wollmann in der 73. Minute zum 2:2 verwertete. Für Gotschy war das der Punkt, an dem das Spiel endgültig kippte: „Spätestens mit dem 2:2 hat man gemerkt, dass das Spiel in unsere Richtung geht.“

Nach dem Ausgleich bleibt Sommerein am Drücker

Was zunächst nach einer Aufholjagd aussah, wurde in der Schlussphase zu einer klaren Angelegenheit für die Gäste. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich sorgte wieder Hofbauer mit dem 2:3 in der 78. Minute für die Wende. Gotschy sagte dazu, dass seine Mannschaft das Spiel „recht rasch“ nach dem 2:2 gedreht habe und er danach nicht mehr das Gefühl gehabt habe, dass Enzesfeld noch einmal aufkommen würde. Diese Einschätzung deckte sich mit dem weiteren Verlauf. Hofbauer erhöhte in der 89. Minute auf 2:4 und stellte mit seinem dritten Treffer einen starken zweiten Durchgang auch in Zahlen heraus. Den Schlusspunkt setzte schließlich Michael Nikolic in der Nachspielzeit mit dem 2:5. Gotschy lobte dabei vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf den Pausenrückstand. „Die größte Stärke war definitiv, dass wir uns in der Halbzeit mit 2:0 Rückstand nicht aufgegeben haben und weiterhin an uns geglaubt haben“, sagte er. Gerade nach vier sieglosen Spielen war das für Sommerein mehr als nur ein gewöhnlicher Auswärtssieg.

Befreiungsschlag ja, aber nicht ohne Mahnung

Trotz der fünf Tore und der starken zweiten Hälfte wollte Gotschy den Erfolg nicht einfach nur feiern. Er sprach klar an, wo seine Mannschaft weiter zulegen muss. Vor allem die beiden Gegentreffer vor der Pause waren für ihn zu einfach. „Zwei Fehler in der Abwehr, die dürfen dir so nicht passieren“, sagte er. Sommerein stellte auf Dreierkette um und hatte damit laut Gotschy hinten wieder einen Mann mehr, trotzdem blieb die Kritik an den Gegentoren deutlich. Der Co-Trainer machte keinen Hehl daraus, dass noch „definitiv Luft nach oben“ vorhanden sei. Gleichzeitig ordnete er den Sieg in Enzesfeld aber als wichtigen Schritt ein. „Es war nach vier sieglosen Spielen schon wieder ein bisschen so Richtung Befreiungsschlag“, sagte Gotschy. Für Sommerein bringt dieser wilde 5:2-Auswärtssieg nicht nur drei Punkte, sondern nach einem 0:2 zur Pause auch ein Spiel, auf das man in den nächsten Wochen aufbauen kann.

Gebietsliga Süd/Südost: BSV Enzesfeld/H. : Sommerein - 2:5 (2:0)

  • 95

    Michael Nikolic 2:5

  • 89

    Florian Hofbauer 2:4

  • 78

    Florian Hofbauer 2:3

  • 73

    Mathias Wollmann 2:2

  • 57

    Florian Hofbauer 2:1

  • Simon Barwitzius 2:0

  • Simon Barwitzius 1:0

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