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Nach der hart umkämpften 74:76-Niederlage gegen Joventut Badalona in der Champions League am Mittwoch unterlag Bonn dem Tabellennachbarn in der Liga am Samstagabend 68:84 (29:43). Für die Bonner war es die dritte Niederlage im sechsten Saisonspiel.
Die Baskets kämpften sich immer wieder heran, liefen aber beinahe in der ganzen Partie einem Rückstand hinterher. Am Ende fehlte wohl die Kraft, um die Partie noch zu drehen. Beste Werfer bei Bonn waren Jeff Garrett (13 Punkte), Joel Aminu (11) und Alijah Comithier (11). Bei Ludwigsburg kam Ishmael Legget auf 18 Zähler, Elijah Hughes auf 17.
NRW-Sport 24.10.2026 46 Sek. Verfügbar bis 23.10.2028 WDR Online
Die Baskets liefen nach dem Tod des ehemaligen Spielers und Managers Arvid Kramer mit Trauerflor auf. Der US-Amerikaner war am Donnerstag im Alter von 70 Jahren nach einer Sepsis in seinem Geburtsort Fulda (Minnesota) gestorben.
Nach 49 Sekunden eröffnete Hughes die Partie mit einem verwandelten Dreier für Ludwigsburg, ehe Patrick Cartier von links den nächsten Dreier nachlegte und die Gastgeber mit 6:0 führten. Nach gut zwei Minuten kamen auch die Baskets durch einen Korbleger von Marcus Foster (2:6) zu ihren ersten Punkten, Garrett bescherte den Bonnern mit drei Punkten von Rechtsaußen die erste Führung (7:6/6. Spielminute).
Beide Teams ließen anschließend einige Würfe aus dem Feld liegen, doch Bonns Top-Scorer John-Michael Wright sorgte mit sechs Zählern in Folge für einen 14:10-Vorsprung seines Teams. Eine halbe Minute vor Ende des ersten Viertels glich Thomas Rutherford von der Freiwurflinie für Ludwigsburg aus (14:14). Nach einem weiteren Dreier von Hughes hatten die Gastgeber nach dem ersten Viertel knapp die Nase vorn (17:14).
Auch im zweiten Abschnitt ging es zunächst weiter eng zu. Zu Beginn legte Hughes einen weiteren Dreier zum 20:14 nach, wenig später glich Garrett (13.) per Korbleger zum 23:23 aus. Doch bei den Bonnern fielen immer weniger Würfe - besonders von der Dreierlinie, von der bei Bonn in der ersten Halbzeit nur 3 von 13 Würfen (23 Prozent) ihr Ziel fanden.
Auch in der Defensive ließen die Baskets nach, sodass sich Ludwigsburg auf 38:27 absetzen konnte. Die letzten Szenen vor der Halbzeitpause waren bezeichnend: Garrett ließ für Bonn zwei Freiwürfe liegen, im Gegenzug versenkte Hughes seinen vierten Dreier - so führten die Gastgeber nach der ersten Hälfte mit 14 Punkten (29:43).
In der zweiten Halbzeit kam Bonn mit Dampf aus der Kabine. Garrett, Michael Kessens, Grayson Murphy und Aminu brachten die Baskets mit einem 10:0-Lauf innerhalb von drei Minuten auf 39:43 heran. Bei den Gastgebern lief zunächst nichts mehr zusammen, ehe sie durch Jonas Wohlfarth-Bottermann die ersten beiden Punkte in der zweiten Hälfte erzielten (39:45). Beim Stand von 41:45 aus Bonner Sicht nahm Ludwigsburg eine Auszeit.
Die Hausherren stabilisierten sich anschließend, starteten ebenfalls einen Lauf und konnten ihre Führung ausbauen. Nach einem erfolgreichen Freiwurf durch Leggett (27.) war der Vorsprung wieder zweistellig (43:53). Bonn ließ sich nicht hängen, tat sich aber weiter schwer. Mit dem letzten Wurf im dritten Viertel ließ Garret den Rückstand per Dreier zumindest auf acht Punkte schmelzen.
Im Schlussabschnitt drehte Bonn zu Beginn noch einmal auf. Gut sieben Minuten vor Spielende verkürzte Kessens mit einem Korbleger auf 61:66, Foster von der Freiwurflinie auf 63:66. Aber den Gästen gelang es nicht, die Partie umzubiegen.
Erneut schlug Ludwigsburg zurück und führte schnell wieder mit sieben Zählern (64:71), ehe Hughes mit seinem fünften Dreier bei noch zweieinhalb Minuten Spielzeit den Baskets-Rückstand wieder auf zehn Punkte anwachsen ließ (66:76). Auf den erneuten Rückschlag fand Bonn keine Antwort mehr, die Riesen spielten die Uhr souverän herunter.
In der nächsten Woche stehen für Bonn drei Heimspiele auf dem Programm. In der Liga geht es für die Bonner am Sonntag (01.11./18 Uhr) gegen den deutschen Meister ALBA Berlin, ehe der Klub drei Tage später in der Champions League Bnei Herzliya Basket aus Israel empfängt (20 Uhr). Am darauf folgenden Samstag kommen die Löwen Braunschweig (07.11./20 Uhr).
Unsere Quellen:
Sendung: WDR.de "xxx", 24.10.2026, xx:xx Uhr