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Jurij Rodionov soll einmal mehr Österreichs Fahnen im Tennis-Einzel hochhalten. Er weiß, dass er gegen Nikolos Basilaschwili einen guten Tag braucht. Zwei Erinnerungen geben ihm aber Kraft.
Jetzt muss es wieder Jurij richten! Nach der 2:6, 2:6-Niederlage von Lukas Neumayer gegen Jakub Mensik kann nur noch einer für einen österreichischen Sieg im Einzel sorgen. Jurij Rodionov, der am Donnerstag nicht vor 17.30 Nikolos Basilaschwili fordert. Der Georgier mit der starken Vorhand war 2019 bereits die Nummer 16 der Welt, ist nach vielen Rückschlägen zuletzt wieder auf dem Weg nach oben, wie der Finaleinzug von Almaty bewies.
Angetrieben wird Rodionov bei seinem vierten Hauptfeld-Auftritt beim Tennisklassiker dabei von zwei besonderen Erinnerungen in Wien. „Der Sieg über Zizou Bergs im Davis Cup im September war mein schönster Erfolg“, meint der 27-Jährige. „Und dann kommt gleich der Sieg über Denis Shapovalov.“ Den damals Weltranglisten-Zwölften schlug er 2020 in der Stadthalle. „Vor den heimischen Fans und auf großer Bühne bringe ich immer meine besten Leistungen“, ist Rodionov daher auch optimistisch. Eine Zusatzmotivation ist, dass im Achtelfinale Carlos Alcaraz warten würde. „Das wäre ein Zuckerl.“
Eltern waren Vorbilder
Rodionov ist auf jeden Fall locker drauf, konnte sich schon seit einer Woche in Stadthalle und Marx Halle vorbereiten, hatte Spaß beim Red Bull BassLine und bei einer Kinder-Pressekonferenz. „Das waren richtig schöne Fragen“, lachte der 27-Jährige, der etwa über frühere Schlägerwürfe („Hab ich mir mit der Zeit abgewöhnt“) oder seine Vorbilder („Meine Eltern, weil Federer, Nadal oder Djokovic kenn ich nicht als Menschen“) Rede und Antwort stehen musste – und das liebend gern tat.