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Tennis: Zverev in 59 Minuten, Struff in 59 – DTB-Profis rasen am Freitagabend Richtung Halbfinals

Gala-Tennis im EiltempoZverev in 59 Minuten, Struff in 59 – DTB-Profis rasen am Freitagabend Richtung Halbfinals

18 Bilder Alexander Zverevs Weg auf den Tennis-Thron – Bilder seiner Karriere
Enttäuschungen, Rückschläge, Triumphe – so lief Zverevs Weg auf den Tennis-Thron 18 Bilder Foto: AFP/HELMUT FOHRINGER

Basel/Wien · Was für ein Abend für das deutsche Tennis: Erst prescht die neue Nummer eins der Welt in Wien durch sein Viertelfinale. Dann nimmt sein Davis-Cup-Teamkollege in Basel den Schwung vom Coup über Novak Djokovic mit und steht dort auch unter den besten vier.

Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist im Herbst kaum zu stoppen. Einen Tag nach seinem Coup gegen den großen Novak Djokovic gewann der 36-Jährige aus Warstein auch sein Viertelfinal-Match beim ATP-Turnier in Basel und steht nach einem 6:2, 6:3 gegen den Portugiesen Nuno Borges wie schon in der Vorwoche in Brüssel unter den letzten vier. Nach nur 59 Minuten verwandelte Struff seinen zweiten Matchball.

In Belgien hatte Struff erst im Finale knapp gegen den Niederländer Tallon Griekspoor verloren und seinen zweiten ATP-Titel verpasst. Am Samstag spielt Struff in Basel gegen den Tschechen Jiri Lehecka um seinen sechsten Finaleinzug auf der Tour.

In der neuen Weltrangliste wird Struff damit erstmals nach zwei Jahren wieder unter den Top 40 geführt werden. Bei einem Turniersieg in Basel sind für die frühere Nummer 21 sogar die Top 30 möglich.

Struff gelingen fünf Breaks

Nach dem Drei-Satz-Krimi gegen Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic machte es Struff diesmal weniger spannend. Gegen den Weltranglisten-53. Borges, der ihn im Sommer im Achtelfinale von Mallorca auf Rasen im zuvor einzigen Duell auf Tour-Level in zwei Sätzen bezwungen hatte, ließ Struff bei eigenem Aufschlag lange kaum etwas zu.

In der Schlussphase des zweiten Satzes gab er zwar zweimal seinen Aufschlag ab, doch Borges selbst servierte zu schwach für eine Aufholjagd.

Zuvor war Alexander Zverev mit dem großen Selbstvertrauen eines Weltranglistenersten ins Halbfinale des ATP-Turniers von Wien spaziert. Der Hamburger, der ab Montag erstmals als Nummer eins geführt werden wird, setzte sich in der Runde der letzten acht mühelos 6:0, 6:2 gegen den Briten Arthur Fery durch.

„Ich habe mich wirklich gut gefühlt, es war einfach ein guter Tag für mich“, sagte Zverev: „Ich war nach gestern etwas müde, weil ich vergangene Nacht nicht so viel geschlafen habe. Aber es lief dann doch alles gut.“

In Wien ist weiter das Traumfinale möglich

Damit ist in Wien weiter das Traumfinale möglich: Die neue Nummer eins könnte am Sonntag erstmals seit der dramatischen Halbfinal-Niederlage bei den Australian Open auf Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz treffen. Der Spanier besiegte Tommy Paul (USA) 6:3, 7:6 und bekommt es am Samstag mit dem zuletzt glänzend aufgelegten Daniil Medwedew zu tun.

Zverev hat seit seinem Achtelfinalsieg gegen den Niederländer Tallon Griekspoor am Tag zuvor die Gewissheit, im neuen ATP-Ranking als Spitzenreiter geführt zu werden. Gegen Fery trat der French- und US-Open-Sieger dann auch entsprechend dominant auf.

Der 24 Jahre alte Fery, der im Juli völlig überraschend das Halbfinale von Wimbledon erreicht hatte und dort in drei Sätzen das vor Wien einzige direkte Duell mit Zverev verloren hatte, war von Beginn an hoffnungslos unterlegen. Nach 25 Minuten gewann der Deutsche Satz eins und nahm Fery auch zu Beginn des zweiten Durchgangs sofort den Aufschlag ab.

Fery sicherte sich schließlich zum 1:2 sein erstes Spiel. Auf seinen ersten „Double Bagel“ als Profi, also einen Zwei-Satz-Sieg ohne Spielverlust, muss Zverev weiter warten.

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