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George Russell wird die Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 höchstwahrscheinlich nicht mehr an sich reißen können. Trotzdem betont der Mercedes-Fahrer, dass er nach den Rückschlägen dieser Saison nicht aufgeben möchte. Inspiration sucht der 28-Jährige bei Veteranen des Sports.
"Weißt du, die Höhen und Tiefen, die du in diesem Sport durchmachst, sind immens", so Russell am Medien-Donnerstag in Mexiko. "Uns allen ist das, was wir machen, so unfassbar wichtig. Aber weißt du, ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich erst 28 Jahre alt bin."
"Lewis ist mit 41 immer noch sehr gut dabei, oder Fernando mit 44. Lewis hat den Großteil seiner Titel in seinen 30ern gewonnen, und dieses Jahr wird meine Karriere nicht komplett bestimmen."
"[Diese Saison] wird mich nicht brechen", betont Russel vor dem Großen Preis von Mexiko. "Tatsächlich glaube ich, sie wird mich nur stärker machen."
Eigentlich war Russell als haushoher Favorit in die Saison gestartet. Gegen Lewis Hamilton hatte sich der einstige Mercedes-Junior bei den Silberpfeilen durchgesetzt, und Kimi Antonelli konnte er in dessen Rookie-Saison ebenso bändigen.
Doch Stück für Stück fiel der Titeltraum des Mercedes-Fahrers in sich zusammen. Teils spielte ihm die Technik einen Streich, doch oftmals konnte Russell mit der Pace seines Teamkollegen einfach nicht mithalten. Eine Situation, die in den kommenden Jahren nicht einfacher werden dürfte.
Trotzdem betont Russell: "Von den Tiefpunkten dieser Saison habe ich mich eigentlich wirklich, wirklich gut erholt. Dann kam wieder ein schlechtes Rennen, danach wieder ein gutes Rennen. Vielleicht muss ich auch das etwas genauer analysieren."
"Schließlich", so Russell, "performe ich nach meinen schlechtesten Rennen immer am besten. Vielleicht ist das nur ein Zufall. Vielleicht steckt dahinter irgendetwas, aber ich bin den Großteil meines Lebens Rennen gefahren. Und in dieser Zeit hatte ich mehr erfolgreiche Jahre als Rückschläge."
Die starken Schwankungen in puncto Performance kann sich Russell beim besten Willen nicht erklären. So betont er am Donnerstag an anderer Stelle beispielsweise: "Ich weiß, dass in mir [Performance] steckt."
"Du kannst nicht so wie ich im Baku performen, wenn du es angeblich nicht mehr drauf hast. Wir haben da einfach große Probleme mit der Konstanz. Wir wissen nicht, woran das liegt, und das hatte ich, wie gesagt, zuvor noch nie."
Russell glaubt dennoch, dass, egal von welchem Sportler man spricht, es noch nie jemandem gelungen ist, jedes Jahr nur Höchstleistungen abzuliefern. Dementsprechend ist dem Mercedes-Fahrer genau dann ein solcher Durchhänger unterlaufen, wenn er ihn am wenigsten gebraucht hätte.
"Aber weißt du", betont Russell, "das hier ist beileibe nicht das Ende meiner Reise. Ich habe noch 12 oder 15 gute Jahre vor mir."
Teamchef Toto Wolff schlägt in eine ähnliche Kerbe. So ist der langjährige Förderer von Russell felsenfest davon überzeugt, dass auch er eines Tages den Weltmeistertitel holen kann.