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Plötzlich ging ein Raunen durchs Linzer Rund. Zuvor noch in Festtagsstimmung, konnten es die LASK-Fans kaum glauben, was sie da grad gesehen hatten.
Linz – Er lag bauchlinks auf dem Boden, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und wollte am liebsten im Boden versinken. Sasa Kalajdzic, Ex-Profi von Eintracht Frankfurt, konnte es einfach nicht fassen. Soeben hatte der Linzer Stürmer in der Champions-League-Begegnung gegen Slovan Bratislava eine Riesenchance vergeben. Eine sogenannte Tausendprozentige, die historisches Ausmaß gehabt hätte.
Nach einem Abpraller wollte Kalajdzic per Flugkopfball das 5:0 für den LASK erzielen, traf aber nur den Außenpfosten des verlassenen Tores. Der Treffer hätte den höchsten Sieg einer österreichischen Mannschaft in der Königsklasse bedeutet. So blieb es „nur“ beim 4:0 (3:0) gegen Slovan Bratislava. Damit egalisierte Linz immerhin die Tordifferenz des 6:2 von RB Salzburg gegen Genk aus der Saison 2019/20.
Den Bann für die Gastgeber brach Kasper Jörgensen, der einen Eckball von Moses Usor nach 19 Minuten einköpfte. Der Däne, nicht gerade für Doppelpacks bekannt, traf kurz vor der Pause dann auch per Freistoß ins linke Eck (37.). Robert Ljubicic stellte nach einer Ecke auf 3:0 (41.), Samuel Adeniran erhöhte kurz nach Wiederbeginn mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel (48.).
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Kalajdzic, der zunächst auf der Bank saß, wurde eingewechselt und vergab noch weitere gute Möglichkeiten (68., 72., 73.). Ehe er zum Ende hin am besagten Aluminium verzweifelte. Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Trainer Dietmar Kühbauer schwärmte: „Ein wunderschöner Tag.“ Mit der kleinen Einschränkung: „Es hätte noch höher ausgehen können – und müssen.“
Der Trainer und auch Sasa Kalajdzic werden es aber mit Blick auf die Tabelle mit Sicherheit verschmerzen können. Linz hat nun sechs Punkte nach vier Spielen auf dem Konto und darf weiter auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Phase hoffen. Weiter geht es in drei Wochen bei Bodö/Glimt, am 9. Dezember folgt Fenerbahce Istanbul daheim. Im neuen Jahr warten dann noch Real Madrid (19. Januar) und Porto (27. Januar). (rele)