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HSV: Hoffnung auf Rückkehrer vor dem Kellerduell gegen Gladbach
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt
Muss derzeit viele verletzte Spieler ersetzen: HSV-Trainer Merlin Polzin. © Marcus Brandt/dpa

Der HSV wurde zuletzt von Verletzungen arg gebeutelt. Vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten Gladbach gibt es gute Chancen, dass drei Spieler wieder zur Verfügung stehen. Noch muss gebangt werden.

Hamburg - Die Aufzählung der verletzten Spieler des Hamburger SV fiel diesmal kürzer aus als in der vergangenen Woche. Cheftrainer Merlin Polzin hatte bei der Pressekonferenz vor dem neunten Spieltag der Fußball-Bundesliga Hoffnungsvolles zu verkünden.

Die zuletzt fehlenden Abwehrspieler Nicolas Capaldo und Sebastiaan Bornauw sowie Stürmer Yussuf Poulsen würden bereits Teile des Mannschafts-Trainings absolvieren, sagte der 35-Jährige vor dem Duell am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach.

„Alle drei arbeiten mit unserer medizinischen Abteilung an einem Comeback für Freitagabend“, meinte er. „Das könnte eine Punktlandung werden.“ Eine finale Aussage zu ihrem Einsatz könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Es werde knapp, „aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, sagte Polzin. „Es wäre natürlich eine super Geschichte in Anbetracht der Wichtigkeit der Jungs.“

Reicht die Qualität, um Ausfälle auszugleichen?

Capaldo hatte zuletzt wegen einer Zerrung pausiert, Bornauw hatte sich bei einem Kopftreffer im DFB-Pokalspiel im Zweikampf mit Eintracht Frankfurts Torwart Noah Atobolu Prellungen im Gesicht zugezogen. Poulsen laborierte an Hüftproblemen. Kapitän Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) und Mittelfeldspieler Bilal Nadir (Sehnenriss) stehen indes langfristig und Spielmacher Fabio Vieira (Muskelfaserriss) zumindest noch am Freitag nicht zur Verfügung.

Yussuf Poulsen (3.v.l.) und Sebastiaan Bornauw (l)
Sollen wieder aufs Spielfeld zurückkehren: Yussuf Poulsen (3.v.l.) und Sebastiaan Bornauw (l). (Archivbild) © Swen Pförtner/dpa

Zuletzt hatten die Hamburger die Ausfälle von bis zu sechs Spielern mit Stammplatz-Potenzial nicht vollständig kompensieren können. Die Qualitätsfrage stellte sich vor allem für die Defensiv-Abteilung. Durch die Niederlagen in der Bundesliga beim SC Paderborn (0:1) und bei Eintracht Frankfurt (1:3) rutschte der HSV auf den 15. Tabellenplatz ab. Dazu kam das Aus im DFB-Pokal gegen die Frankfurter (1:3).

Aus dem Duell zweier Traditionsclubs ist ein Kellerduell geworden. Die Gladbacher sind nach einem völlig verkorksten Saisonstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen noch immer Tabellenletzter.

Polzin ordnet das Spiel ein

„Also, ein Endspiel ist das nicht“, sagte Polzin. „Ich halte eh nicht so viel von dieser Kategorisierung, was das Spiel jetzt jeweils ist, sondern es ist ein wichtiges Spiel für die Jungs, die aus Gladbach herkommen genauso wie für uns.“

Der Trend spricht aktuell für die Gladbacher. Unter ihrem neuen Trainer Alexander Blessin holten sie in der Bundesliga zuletzt mit dem 3:2 beim VfL Stuttgart und dem 0:0 gegen den SC Paderborn ihre ersten vier Zähler. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Blessin, der noch in der Vorsaison den HSV-Stadtrivalen FC St. Pauli trainierte. „Aber wir sind weiter auf der Intensivstation.“ dpa

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