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MotoGP in Sepang: Strecke und Statistik zum Malaysia-GP 2026
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Die MotoGP reist weiter nach Malaysia, Foto: Motorsport-Magazin.com / IMAGO

Nach dem kleinen Intermezzo in Australien auf Phillip Island kehrt die MotoGP nach Asien zurück. An diesem Wochenende steigt der Malaysia-Grand-Prix auf dem weltbekannten Sepang International Circuit. Seit dem Jahr 1999 ist dieser ein absoluter Fixpunkt im MotoGP-Rennkalender und gehört mit seinen langen Geraden, harten Bremszonen und schnellen Kurven zu den anspruchsvollsten aller MotoGP-Rennstrecken. Motorsport-Magazin.com liefert euch schon vorab die wichtigsten Informationen und Statistiken rund um den Malaysia-GP in Sepang und stimmt euch perfekt auf das Rennwochenende vor den Toren Kuala Lumpurs ein.

Die Geschichte des Sepang International Circuit

Malaysia setzte sich Mitte der 90er-Jahre stark für den Bau einer modernen Rennstrecke in der Nähe der Hauptstadt Kuala Lumpur ein, um den internationalen Rennsport in ihr Land zu holen. Man beauftragte den renommierten und hoch angesehen Streckenarchitekten Hermann Tilke mit der Planung einer Rennstrecke auf einem Areal, rund 60 Kilometer südlich von Kuala Lumpur gelegen. Neben der MotoGP sollte nämlich auch die Formel 1 hier eine feste Heimat finden. Binnen 18 Monaten wurde eine Anlage der Superlative erschaffen mit Tribünen, welche Platz für mehr als 130.000 Zuschauer fassen. Am 9. März 1999 fand dann schließlich der erste Lauf der Motorrad-WM auf der Rennstrecke statt, mit Kenny Roberts Jr. als historischem Sieger.

Die MotoGP reiste nun jedes Jahr nach Malaysia und zeigte sich von den Bedingungen begeistert. Über die Jahre hinweg erlebte man hier spektakulären Motorsport, musste aber auch tragische Rückschläge hinnehmen. Eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Sepang International Circuit folgte im Jahr 2011. Der italienische Volksheld Marco Simoncelli verlor während des MotoGP-Rennens in Kurve elf die Kontrolle über sein Motorrad. Die nachfolgenden Colin Edwards und Valentino Rossi konnten nicht mehr ausweichen und kollidierten mit Simoncelli, welcher schwerste Kopf-, Nacken- und Brustverletzungen erlitt und seinen Verletzungen daraufhin erlag.

Francesco Bagnaia gedenkt in Malaysia Marco Simoncelli.
Einige MotoGP-Fahrer kehren jedes Jahr an die Unglücksstelle zurück und gedenken Marco Simoncelli, Foto: IMAGO / Panoramic by PsnewZ

Das Layout in Sepang

Der Sepang International Circuit gehört mit einer Länge von 5,543 Kilometern zu den längsten im gesamten MotoGP-Kalender und ist zudem sehr abwechslungsreich. Zwei lange Geraden, enge Haarnadelkurven und schnelle, flüssige Richtungswechsel markieren die Grundpfeiler einer für die MotoGP sehr breiten Fahrbahn von bis zu 22 Metern. Insgesamt umfasst der Kurs 15 Kurven (zehn rechts- und fünf links) um wird im Uhrzeigersinn befahren. Die vier wichtigsten Überholstellen sind Kurve eins, vier, neun und 15. Dort fahren die Piloten meist aus einer langen Geraden kommend auf eine Spitzkehre zu, in welcher man sich perfekt innen neben seinen Kontrahenten platzieren kann und so ein sauberes Manöver landet.

Das Layout blieb zudem seit dem Bau 1999 größtenteils unverändert. 2016 fand die erste größere Umbaumaßnahme mit einer neuen Asphaltierung und Veränderungen in verschiedenen Kurven bzgl. Neigung, Bodenwellen und Randsteinen statt. Zusätzlich wurde noch eine umfangreiche Entwässerung durchgeführt, um die Bildung von stehendem Wasser bei den typisch tropischen Regenfällen in Malaysia zu vermeiden.

Malaysia-GP: Die Statistik

Aufgrund der sehr langen Geraden und harten Bremszonen verwundert es wenig, dass Duacti mit neun Rennsiegen der erfolgreichste Hersteller in Malaysia ist. Die Bikes aus Borgo Panigale gehören zu den Topspeed-Monstern in der MotoGP und können ihre Motorleistung hier perfekt ausspielen. Allein die letzten vier Grand-Prix gingen allesamt an den italienischen Hersteller. Doch nicht nur die italienischen Bikes sind hier erfolgreich, sondern auch eine italienische Legende und Kultfigur. Valentino Rossi holte als Fahrer mit sechs Siegen die bislang meisten in Sepang. Den Qualifying-Rekord musste er allerdings Dani Pedrosa mit fünf Pole-Positions überlassen.

Im Thema Zeitenrekorde spielt erneut Ducati ganz vorne mit. Francesco Bagnaia hält mit 1:56.337 Minuten im Jahr 2024 den absoluten Rundenrekord, während Gresini-Pilot Alex Marquez 2025 in 1:58.873 Minuten die schnellste Rennrunde fuhr. Zum Abschluss sollte ein Duell nicht unerwähnt bleiben, welches wohl die größte Rivalität der MotoGP bildete und Sepang die vielleicht größte mediale Aufmerksamkeit jemals schenkte. Beim sogenannten "Sepang-Clash" 2015 gab es ein nervenaufreibendes Duell zwischen Marc Marquez und Valentino Rossi. Nach mehreren harten Überholmanövern kam es zur Berührung zwischen den beiden. Márquez kam zu Sturz, und schied aus. Der Italiener erhielt daraufhin drei Strafpunkte,musste beim Saisonfinale in Valencia vom letzten Platz starten und verpasste somit seinen zehnten WM-Titel um fünf Punkte. Hier könnt ihr das ganze Drama nochmal ausführlich nachlesen:

Kategorie Fahrer und Rekord
Rekordsieger: Valentino Rossi (6)
Rekord-Polesetter: Dani Pedrosa (5)
Rundenrekord absolut: 1:56.337 Minuten (Francesco Bagnaia, Ducati, 2024), Durchschnittsgeschwindigkeit: 171,52 km/h
Schnellste Rennrunde: 1:58.873 Minuten (Alex Marquez, Gresini Ducati, 2025); Durchschnittsgeschwindigkeit: 167.86 km/h

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