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Terminverlegung zahlt sich für Zucht-, Reit- und Fahrverein Mastholte aus

Die Resonanz auf das Hallenspringturnier in Mastholte war groß. Auch deswegen musste sich der Sieger des Großes Preises etwas besonderes ausdenken.

Karl Brocks junior und Vivien Schauren setzten beim Hallenspringturnier in Mastholte einige Glanzpunkte. Foto: Schumacher

Rietberg (msc) - Der Terminwechsel in den Oktober hat das Hallenspringturnier des Zucht-, Reit- und Fahrverein Mastholte aufgewertet. Der hohe Zuspruch der Teilnehmer führte zu vollen Starterfeldern, und die Reitsportfans sahen in den Springpferdeprüfungen überdies junge Pferde mit viel Qualität. Ordentlich besetzt war auch der Große Preis, den sich Karl Brocks junior sicherte.

Brocks erzeugt mit schneller Parcourslinie Staunen

Der 47-jährige Stallbesitzer aus Wallenhorst im Landkreis Osnabrück hatte den Hannoveraner-Wallach Curado von Cornet Obolensky/Graf Top im schweren Springen mit Siegerrunde gesattelt. Die Zuschauer auf der Tribüne und die Konkurrenten staunten nicht schlecht über den gewählten Kurs von Brocks in der Siegerrunde. 

Der Pferdewirtschaftsmeister hatte eine andere Linie über die 1,40 Meter hohen Hindernisse genommen und war als letzter Starter auch der Schnellste, der mit fehlerfreien 46,50 Sekunden den Sieg mit nach Haue nahm.

Beobachtung der Konkurrenz zahlt sich aus

„Ich hatte die vier Konkurrenten gesehen und mir gedacht, dass es auch anders geht. Das war am Ende mein Glück“, resümierte der frühere Deutsche Meister der Ponyreiter, der sich auf die Ausbildung von jungen Springpferden und talentierten Reitern spezialisiert hat.

In Mastholte trat der gelernte Dachdecker zum ersten Mal an. „Das war ein gutes Angebot an Prüfungen. Ich konnte meine Pferde in verschiedenen Prüfungen an den Start bringen. Mir hat es hier gefallen“, erklärte der Gewinner des Großen Preises.

17-Jähriger sichert sich zweiten Rang

Zweiter im Preis der Grauthoff-Türengruppe wurde unterdessen der 17-jährige Justus Rotermund aus Albersloh auf dem zehnjährigen oldenburgisch gezogenen Hengst Grandioso von Caroly. Der amtierende Westfalenmeister der Junioren war als Erster gestartet und hatte ohne Fehler in 47,69 Sekunden bereits eine beachtliche Runde hingelegt.

Auf Siegerkurs schien bereits der Japaner Kosuke Yoshida aus Lienen zu liegen. Eine schnelle Wendung führte allerdings zu einer Verweigerung am Einlaufsprung der zweifachen Kombination. Mit dem Hannoveraner-Wallach Diacontinos hatte der Reiter aus dem Stall der Gebrüder Haßmann die schnellste Runde im Normalumlauf gezeigt. Am Ende wurde er Fünfter.

Berenbrinkers Erfolgsserie reißt

Dritte wurde Anni Rodemeier aus dem sauerländischen Meschede auf Pilot’s Pipa (0/48,38) vor dem Salzkottener Torben Hietel auf Cordula Grün (5/63,25). Matthias Berenbrinker (Schloß Holte), der noch das Einlaufspringen der Klasse M mit zwei Sternen (1,35 Meter) auf C’est la Rose gewonnen hatte, konnte seine Erfolgsserie hingegen nicht fortsetzen.

In Salzkotten hatte sich „Temme“ mit der Stute aus der Zucht von Claudia Müller in der Vorwoche über die Höhe von 1,40 Meter noch den ersten Platz gesichert. Der 62-jährige Hufschmied entschied das Punktespringen der mittelschweren Klasse auf dem Oldenburger Wallach Diabolo du Ry für sich.

Vivien Schauren schnell und fehlerlos

Die für den PSV Wiedenbrück startende Vivien Schauren stellte im Springen der Klasse L die siebenjährige Westfalen-Stute Cascada von Cascallco/Vulkano vor. Auf der talentierten Staatsprämienstute aus der Zucht und dem Besitz von Janine Biermann aus Schloß Holte gewann sie ohne Fehler in 50,36 Sekunden. Den Doppelsieg machte Schauren mit Platz zwei auf Stute Cassandra aus der Holsteiner-Zucht von Cascadello/Quirado (0/50,44) perfekt.

Schaurens Topp-Pferd, die Stute Donna Cara, ist nach einer Verletzung bei den Deutschen Meisterschaften seit Mai nicht mehr zum Einsatz gekommen. Im Stilspringen der Klasse M wurden Vivien Schauren und Cassandra Fünfte mit der Note von 8,4.

Antonia Hagemeier freut sich über Platz zwei

Über Platz zwei im gut besetzten L-Springen nach Stil am Sonntag freute sich Antonia Hagemeier (Mastholte) mit dem erfahrenen Hengst Chellentino (8,0). Sieger wurde Hubertus Große-Lümern (Wadersloh) auf dem Holsteiner Crack (8,5).

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