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Der VfL Bochum jagt in der zweiten Fußball-Bundesliga weiterhin vergeblich den ersten Heimsieg. Gegen den Erstliga-Absteiger VfL Wolfsburg erkämpfte sich die Mannschaft am neunten Spieltag immerhin ein Unentschieden.
Für den stark in der Kritik stehenden Trainer Uwe Rösler galt diese Begegnung im Vorfeld als mögliches Endspiel um seinen Posten. Durch das hart erarbeitete Remis dürfte sich der Coach nun zumindest vorübergehend etwas Luft verschafft haben. In der Nachspielzeit rettete der VAR den Trainer des VfL Bochum.
Bereits kurz nach dem Anpfiff erlebten die Hausherren einen echten Schockmoment. In der zweiten Minute brachte Fabian Reese die Gäste aus Niedersachsen mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Bochumer jedoch für ihren Einsatz. Sean Klaiber erzielte in der 63. Minute mit seinem allerersten Tor für den Revierclub den verdienten Ausgleich.
Tief in der Nachspielzeit stockte den Fans im Stadion dann noch einmal der Atem. In der vierten Minute der Verlängerung bejubelten die Wolfsburger bereits den vermeintlichen Siegtreffer durch Kento Shiogai. Der Videoschiedsrichter schaltete sich jedoch ein und überprüfte die dramatische Szene. Wegen eines Handspiels des japanischen Spielers nahm der Unparteiische das Tor schließlich zurück.
Vor dem Anpfiff stand besonders der seit einem Jahr amtierende Bochumer Trainer im Rampenlicht. Gegenüber dem Sender Sky äußerte sich der Ex-Profi zu seiner angespannten Situation. „Wir Trainer sind immer unter Druck. Ein Trainer muss damit leben können und ich bin lange genug dabei, dass ich damit gut umgehen kann“, erklärte Rösler gelassen.
Trotz des Punktgewinns liest sich die bisherige Saisonstatistik der Gastgeber weiterhin wenig erfreulich. Mit lediglich zwei Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen bleibt die Ausbeute mager. In der aktuellen Tabelle klettert Bochum mit acht Zählern vorläufig auf den 14. Platz. Die Wölfe behaupten derweil ihren dritten Rang im Klassement.
Während die erste Halbzeit noch von zahlreichen Torraumszenen auf beiden Seiten geprägt war, verlor die Begegnung im zweiten Durchgang spürbar an Tempo. Am Ende zahlte sich der Kampfgeist der Hausherren aus. In den entscheidenden Momenten stand dem Team zudem das nötige Quäntchen Glück zur Seite.