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Isack Hadjar muss sich vor den Rennkommissaren der FIA verantworten. Ein Video zeigt, wie der Red-Bull-Pilot einen Fan im Fahrerlager zur Seite schubst.
Der französische Formel-1-Pilot Isack Hadjar ist von der FIA für Samstagmorgen zu den Rennkommissare n vorgeladen worden. Anlass ist ein Video aus dem Fahrerlager, das zeigt, wie der 22-jährige Red-Bull-Fahrer einen Fan zur Seite schubst. Der Vorfall ereignete sich im Umfeld des laufenden Rennwochenendes, die Anhörung findet am Samstagmorgen statt, nach Schweizer Zeit am Samstagabend.
Laut Vorladung prüfen die Kommissare einen möglichen Verstoss gegen Artikel 12.2.1.l des Internationalen Sportgesetzbuchs. Dabei geht es um mutmassliches Fehlverhalten im Fahrerlager. Der Artikel bildet den Rahmen für Sanktionen bei unsportlichem Verhalten von Fahrern und Teammitgliedern.
Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Fan offenbar ein Selfie mit dem Franzosen machen wollte. Nach der Ablehnung durch Hadjar blieb der Mann hartnäckig. Daraufhin hielt Hadjar ihn zunächst mit dem Arm auf Abstand.
Als der Fan nicht von ihm abliess, stiess der Red-Bull-Pilot ihn weg. Anschliessend drehte sich Hadjar noch einmal um und schaute den Mann böse an. Danach griff ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals von Red Bull ein.
Der Vorfall sorgt für Aufsehen, weil Hadjar erst seit dieser Saison für Red Bull fährt und bereits mehrfach im Fokus stand. Die Bilder aus dem Fahrerlager verbreiteten sich schnell in den sozialen Netzwerken und lösten Diskussionen über den Umgang von Fahrern mit Fans aus.
Bei einem Schuldspruch droht Hadjar eine Geldstrafe. Als übliche Sanktion für einen Verstoss gegen den betreffenden Artikel gelten rund 5000 Franken. Die Rennkommissare können bei einer schwerwiegenderen Bewertung des Falls aber auch härter durchgreifen.
Die Anhörung am Samstagmorgen soll klären, wie die Kommissare den Vorfall bewerten. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung, die Vorladung allein ist noch kein Schuldspruch. Beobachter rechnen mit einer schnellen Entscheidung, da das Rennwochenende weiterläuft.
Es ist nicht das erste Mal, dass Hadjar für Aufsehen sorgt. In Austin wurde er in der vergangenen Woche von den Red-Bull-Bossen aufgefordert, Teamkollegen Max Verstappen vorbeizulassen. Zunächst weigerte er sich lautstark, gab dann aber doch klein bei.
Die Episode in Austin zeigt, wie gross der Druck auf den jungen Franzosen im Umfeld des Weltmeisterteams ist. Der neue Vorfall im Fahrerlager dürfte diese Debatte weiter befeuern. Für Red Bull steht dabei auch der Ruf des Teams im Mittelpunkt, das auf ein professionelles Auftreten seiner Fahrer achtet.
Die FIA hat mit der Vorladung ein formelles Verfahren eingeleitet. Ob und in welcher Höhe eine Strafe ausgesprochen wird, entscheiden die Rennkommissare nach der Anhörung. Ein Ergebnis wird noch am Samstag erwartet.