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„Lieber heute weg als morgen“: Didi Hamann rechnet knallhart mit Leroy Sané ab
Leroy Sané im Zweikampf um den Ball.
Copyright: IMAGO/Sports Press Photo Leroy Sané im Zweikampf um den Ball.

Mal wieder redet Didi Hamann Klartext: Dieses Mal knöpft er sich Leroy Sané (30) vor. Bevor Galatasaray Istanbul auf den VfB Stuttgart traf und die Partie letztlich mit 2:0 gewann, fühlte sich der 53-jährige TV-Fachmann von Sky in die Anhängerschaft des türkischen Klubs hinein. Sein Urteil über den Offensivspieler fällt dabei äußerst bitter aus.

Vor dem Anpfiff warf der für seine streitbaren Thesen berüchtigte Ex-Profi bei Sky in Österreich eine brisante Überlegung auf: „Vielleicht sollten wir mal die Fans fragen, wie gefrustet die sind, dass ein deutscher Nationalspieler kommt, und wie lang ist er jetzt dort? 18 Monate? Der Return ist sehr überschaubar.“

Einst Torgarant in München, am Bosporus meist nur Reservist

Ganz so viel Zeit hat Sané in der Türkei jedoch noch gar nicht verbracht. Erst zur Sommerpause 2025 verließ er den FC Bayern ohne Ablöse gen Istanbul, was genau 16 Monaten entspricht. Wenn Hamann vom „Return“ spricht, zielt er auf die sportliche Ausbeute des früheren Münchners ab.

Hier liegt der Fernsehexperte durchaus richtig, denn an seine starken Phasen bei Schalke, Manchester City oder in München reicht der Angreifer am Bosporus keineswegs heran. Ein Blick auf die Statistik beweist das deutlich, wie „sportbild.bild.de“ berichtet.

Zwar verzeichnete er in 57 Einsätzen für seinen neuen Verein 16 Torbeteiligungen, doch meistens bleibt ihm zunächst nur der Platz auf der Ersatzbank. Anders sah das beim deutschen Rekordmeister aus, wo ihm 61 eigene Treffer sowie 55 Assists gelangen.

Anschließend verschärft Hamann seinen Tonfall sogar noch weiter. „Wenn du die Fans in Istanbul fragst, dann sagen die, lieber heute weg als morgen. Und da ist er selbst schuld. Was er vorhat, weiß ich nicht“, schimpft er.

Zieht es Sané demnächst in die USA oder Richtung Wüste?

Darüber hinaus äußert sich der Triumphator der Champions League von 2005 unmissverständlich zur Situation des deutschen Rekordmeisters. Seiner Einschätzung zufolge können die Verantwortlichen an der Säbestrase froh darüber sein, dass der Offensivmann nicht länger ihr Trikot trägt: „Er hätte auch in München bleiben können, aber ich glaube, die Bayern sind mit großem Glück vorbeigeschrammt an dieser Geschichte. Dass er nicht mehr in der Lage ist, Mannschaften zu helfen, das hat man in den letzten 18 Monaten gesehen.“

Eine sportliche Perspektive auf europäischem Boden erkennt Hamann für den 80-maligen DFB-Akteur mittlerweile nicht mehr. Vielmehr hält er einen Wechsel nach Saudi-Arabien oder auf den amerikanischen Kontinent für denkbar.

Aktuell misst sich der Außenspieler allerdings noch im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. Als sein Team am gestrigen Abend gegen die Stuttgarter mit 2:0 triumphierte, stand er zwar für eine Viertelstunde auf dem Platz, blieb dabei jedoch völlig blass.

Auch neben dem Spielfeld geriet der frühere Gelsenkirchener kürzlich in die Schlagzeilen. Im Anschluss an eine Begegnung in der Meisterschaft rückte ihm ein Mann mit einer Kamera auf die Pelle, worauf der Profi sichtlich gereizt reagierte. Er schnauzte den Mitarbeiter auf Englisch harsch an: „Fuck off with the camera!“ („Verpiss dich mit der Kamera!“) (red)

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