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Zweimal Gelb für die HSV-Trainer: Das passierte nach dem Spiel in der Schiri-Kabine
HSV-Trainer Merlin Polzin war nach dem 0:1 in Paderborn erkennbar bedient. IMAGO/STEINSIEK.ch
HSV-Trainer Merlin Polzin war nach dem 0:1 in Paderborn erkennbar bedient.
IMAGO/STEINSIEK.ch

In Paderborn sahen HSV-Trainer Merlin Polzin wie auch sein Assistent Loic Favé Gelb. Schiri Martin Petersen aber konnte mit der Hamburger Kritik gut umgehen.

Lange kamen sie in dieser Saison ungeschoren davon – nun aber hat es die HSV-Trainer im Doppelpack erwischt. In Paderborn sah zunächst Merlin Polzin die gelbe Karte, wenig später erwischte es auch seinen Assistenten Loic Favé. Ein Resultat der Wut, die sich nach dem Treffer zum 0:1 Bahn gebrochen hatte. Konsequenzen haben die beiden persönlichen Strafen aber noch nicht.

Sie hatten Besserung gelobt. Nachdem die HSV-Coaches in der vergangenen Saison fast schon inflationär Karten gesammelt hatten, wollten Polzin und seine Mitstreiter in dieser Serie deutlich mehr Ruhe ausstrahlen. Das funktionierte bislang auch sehr gut. In Paderborn aber brachte ein ausbleibender Pfiff von Martin Petersen das Fass zum Überlaufen. Der Referee ließ nach einem vermeintlichen Foul an HSV-Verteidiger Warmed Omari weiterlaufen, kurz darauf traf Rayan Philippe zum siegbringenden Tor für die Gastgeber (88.).

Die HSV-Coaches und Schiri Petersen vertrugen sich nach dem Spiel

Polzin war sofort außer sich, protestierte so heftig, dass er von Petersen verwarnt wurde. In der Nachspielzeit erwischte es dann auch noch Favé, der den Schiedsrichter von der Bank aus mit deutlichen Worten bedacht hatte. Später marschierten die HSV-Coaches in Petersens Kabine und räumten die Angelegenheit aus. Der 41-Jährige soll dabei sogar Verständnis für der Argumentation der Hamburger aufgebracht haben. Profis und Trainer hatten ihm vorgeworfen, seine ansonsten sehr kleinliche Linie nur in diesem einen, entscheidenden Fall verlassen zu haben. Letztlich ging man friedlich auseinander und reichte sich in den Katakomben die Hand.

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Gut für Polzin und Favé: Für beide war es im bereits siebten Saisonspiel die jeweils erste Verwarnung. So gesehen haben sie noch einige Vergehen gut. Gesperrt werden Mitglieder des Staffs in der Bundesliga erst nach vier Verwarnungen.

HSV-Assistent Favé war im Februar in Mainz gesperrt

Aus Sicht der HSV-Trainer ist die Entwicklung dieser Saison äußerst positiv zu bewerten. Das war in der abgelaufenen Serie anders. Favé musste nach drei gelben und einer gelb-roten Karte sogar eine Sperre absitzen, verfolgte die Partie im Februar in Mainz (1:1) nur von der Tribüne aus. Auch Polzin stand kurz vor einer Sperre, riss sich nach drei Verwarnungen aber am Riemen, kam ohne weitere Karte aus und vermied deshalb eine Degradierung. Darüber hinaus wurden im Laufe der Saison auch Polzins weitere Assistenten Richard Krohn und Max Bergmann sowie Torwart-Trainer Sven Höh mit Verwarnungen bedacht.

Das alles hat sich grundlegend geändert – so, wie es Polzin auch angekündigt hatte. Im MOPO-Interview gab er in der Sommerpause das Ziel aus, sich besser unter Kontrolle haben zu wollen. „Das heißt nicht, dass wir gar nichts mehr sagen wollen, sondern es bedeutet, in den richtigen Momenten der Mannschaft vom Rand aus zu helfen“, ließ er wissen. „Aber das ist ein Lernprozess. Es sollte sicherlich im Interesse von uns allen sein, dass wir seriös auftreten.“

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Das funktionierte bislang sehr gut. Auch deshalb wird HSV-intern den beiden Karten aus Paderborn kaum Beachtung geschenkt. Motto: Wut und Frust waren verständlich und müssen nach so einer Entscheidung auch mal raus.

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