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Die Verletzung von Luis Díaz sorgt beim FC Bayern nicht nur für sportliche Sorgen, sondern wirft auch Fragen auf. Der kolumbianische Flügelspieler hat sich beim 2:2 gegen den FC Arsenal einen Muskelbündelriss zugezogen und wird den Münchnern mehrere Wochen fehlen. SPORT1-Reporter Stefan Kumberger übt nun Kritik am Umgang des Rekordmeisters mit dem 29-Jährigen und fordert eine genaue Aufarbeitung der vergangenen Tage.
Besonders die Abläufe rund um die beiden jüngsten Pflichtspiele gegen RB Leipzig und Arsenal sorgen bei Kumberger für Verwunderung. Díaz hatte beim deutlichen 6:1-Erfolg gegen die Sachsen noch auf dem Platz gestanden, obwohl eine Auswechslung offenbar sinnvoll gewesen wäre.
Gegen Arsenal saß der Offensivspieler zunächst auf der Ersatzbank. Der Kolumbianer war bereits vor dem Champions-League-Kracher muskulär angeschlagen und gehörte deshalb nicht zur Startelf.
In der 68. Minute wurde Díaz dennoch für Ismael Saibari eingewechselt. Kurz vor dem Abpfiff musste er den Platz allerdings wieder verlassen. Anschließend wurde ein Muskelbündelriss festgestellt.
SPORT1-Reporter Stefan Kumberger kann die Entscheidungen rund um den Bayern-Star nicht vollständig nachvollziehen. „Insgesamt kam mir alles rund um Luis Díaz etwas seltsam vor“, erklärte der Journalist.
Besonders kritisch sieht er die unterschiedliche Handhabung der Belastung in den beiden Partien. „Gegen Leipzig wurde er nicht ausgewechselt, hätte es aber sein sollen; dann hätte er gegen Arsenal besser nicht spielen sollen, wurde aber schließlich doch eingewechselt und zog sich diese Verletzung zu.“
Damit stellt Kumberger vor allem die Frage, ob die Münchner angesichts der bereits vorhandenen Beschwerden vorsichtiger mit dem Kolumbianer hätten umgehen müssen.
Ob die Muskelverletzung durch einen Verzicht auf den Einsatz gegen Arsenal tatsächlich hätte verhindert werden können, lässt sich allerdings nicht beurteilen.
Für zusätzliche Verwunderung sorgte bei Kumberger die erste Einschätzung von Sportvorstand Max Eberl. Dieser hatte unmittelbar nach dem Spiel zunächst versucht, die Situation zu beruhigen. Díaz habe erneut leichte muskuläre Beschwerden gespürt, weshalb man kein weiteres Risiko eingehen wollte.
Inzwischen steht jedoch fest, dass der Flügelspieler länger ausfallen wird. „Max Eberl sagte, es sei gar nicht so schlimm. Nun, vier bis sechs Wochen sind meiner Meinung nach schon ziemlich schlimm“, betonte Kumberger.
Der SPORT1-Reporter sieht deshalb Gesprächsbedarf beim deutschen Rekordmeister. „Die Bayern müssen alles, was vorgefallen ist, noch einmal genau unter die Lupe nehmen.“
Sportlich trifft der Ausfall die Münchner in einer wichtigen Phase der Saison. Mit Díaz fehlt Vincent Kompany ein Spieler, der zuletzt zu den auffälligsten Offensivkräften gehörte.
Gerade angesichts des eng getakteten Spielplans muss der Bayern-Trainer jetzt zusätzliche Lösungen für die linke Angriffsseite finden.
Ob es bei der medizinischen Einschätzung oder der Belastungssteuerung tatsächlich Fehler gegeben hat, ist bislang nicht bekannt. Kumbergers Kritik macht jedoch deutlich, dass die Umstände der Verletzung Fragen aufwerfen.
Für den FC Bayern steht zunächst die Genesung von Díaz im Vordergrund. Gleichzeitig dürfte intern genau analysiert werden, wie es zu dem Ausfall gekommen ist.