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DFB-Team: Wer stürmt für Jürgen Klopp? Deutsche Offensiv-Stars trumpfen auf

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DFB-Team: Klopp mit Kritik an Bildungssystem - "Es gibt zu wenig..."

Videoclip • 02:09 Min

Die Position des klassischen Mittelstürmers ist die Dauerbaustelle in der deutschen Nationalmannschaft. Zuletzt machten jedoch einige Offensiv-Stars auf sich aufmerksam, auf die Jürgen Klopp für die kommenden Länderspiele zurückgreifen könnte.

Die Torausbeute der DFB-Elf war zuletzt dünn. Nun drängen sich Jürgen Klopp Alternativen auf.

Wie die meisten Ehemänner baut auch Jürgen Klopp auf die Unterstützung seiner besseren Hälfte. Beim Einkaufen etwa, berichtete der Bundestrainer, fände er sich ohne eine Liste seiner geliebten Ulla "eher selten" allein zurecht.

Dabei ist Klopp ausgewiesener Experte in Sachen großer Auswahl: Für die Nationalmannschaft drängen sich gerade zahlreiche Alternativen im Angriff auf. Bei der richtigen Auswahl aber wird Ulla ihrem Jürgen auch nach 20 Ehejahren kaum helfen können.

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Jürgen Klopp: "Wir schauen uns alle an"

Denn ob nun Stammkraft Kai Havertz, Neuling Younes Ebnoutalib oder doch Shootingstar Nicolo Tresoldi die Zukunft der DFB-Elf ist - diese Entscheidung bleibt Chefsache.

"Wir schauen uns alle an, wir sind ja nicht doof", beteuerte Klopp zuletzt in München, wo er sich einen unauffälligen Havertz im Champions-League-Topspiel des FC Arsenal beim FC Bayern ansah. Auch die Ausbeute in Klopps ersten vier Länderspielen war mit drei Toren dürftig.

Havertz kam beim jüngsten XXL-Lehrgang verletzungsbedingt nur in den ersten 30 Minuten gegen die Niederlande (1:1) zum Einsatz. Der 27-Jährige dürfte, wenn fit, für die November-Länderspiele Klopps Nummer eins bleiben. Hinter dem Premier-League-Legionär, der in dieser Saison auch erst zwei Ligatore schoss, vergrößert sich der Pool an Torgaranten jeglicher Couleur gerade fast wöchentlich.

Brunner überzeugt mit starken Auftritten bei der AS Monaco

Nick Woltemade, zuletzt zuverlässig im DFB-Kader vertreten, kommt nach Anlaufschwierigkeiten bei Juventus Turin langsam besser zurecht. Sogar ordentlich für Furore sorgen im Ausland die U21-Kräfte Paris Brunner (AS Monaco) und Tresoldi (Club Brügge).

Brunner traf am Donnerstag gegen den SC Freiburg in der Europa League. "Ich versuche, das zu tun, was ich am besten kann. Und das heißt, Tore zu schießen", sagte das ehemalige Dortmunder Toptalent. Sollte Klopp das sehen, "dann sieht er es. Und die Reaktion, die kommt von ihm. Ich mache einfach weiter und warte, was in der nächsten Zeit passiert." Kontakt gebe es derzeit (noch) nicht, Klopp hatte Brunner aber zuletzt schon auffällig gelobt.

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Tresoldi schwankt zwischen DFB-Team und Italien

Dringlicher scheint die Lage bei Tresoldi. Der Ex-Hannoveraner hat mit Italien noch eine zweite Option. Klopp will sich davon nicht stressen lassen. Wie Italiens Coach Roberto Mancini habe er mit Tresoldi gesprochen und findet es "komplett in Ordnung", dass Tresoldi schwanke.

"Aber wir müssen auch niemandem hinterherlaufen", ergänzte der Bundestrainer. Tresoldi sei "ein toller Junge", die Konkurrenz auf seiner Position aber ist groß. Außerdem zeigte der Fall Paul Wanner (Österreich), dass beim DFB keine Welt zusammenbricht, wenn mal ein Talent abspringt.

Die Stürmer-Liste ist lang: Neben dem treffsicheren Frankfurter Gespann Ebnoutalib/Jonathan Burkardt, zuletzt von Klopp nominiert, sind auch Dzenan Pejcinovic und dessen Stuttgarter Klubkollege Deniz Undav Optionen. Undav muss sich nach schwachem Saisonstart neu beweisen; Pejcinovic wird wohl weiter erstmal für die U21 spielen.

Klopp plant langfristig ohne Füllkrug

In Bremen schießt sich Niclas Füllkrug nach seiner Rückkehr wieder in den Fokus. Klopp sieht auf seinem Verjüngungskurs im alternden Publikumsliebling aber keine dauerhafte Option mehr: "In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch, langfristig müssen wir sehen." Füllkrug schieße "ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33 - das ist nicht meine Schuld".

So wird es wohl vorerst bei Stoßstürmer Havertz bleiben. Und während Klopp über all die anderen Optionen grübelt, ist er beim Einkaufen wieder vermehrt auf seine Ulla angewiesen.

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