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Was für eine Vorstellung von Marc Marquez im MotoGP-Qualifying auf Phillip Island! Bei wieder einsetzendem Regen übertreibt er es im ersten Versuch, stürzt und muss auf sein Ersatzmotorrad wechseln. Mit diesem lässt der Ducati-Star aber nichts anbrennen und bringt in seiner letzten Runde 1,494 Sekunden zwischen sich und Bruder Alex Marquez auf Rang zwei. Es ist der größte Qualifying-Vorsprung seit Brünn 2019 - auch damals ging er auf das Konto von Marc Marquez. Johann Zarco komplettiert die erste Startreihe. Jorge Martin steht auf Platz vier, Marco Bezzecchi kommt über Rang neun nicht hinaus.
So lief Q1 zum Australien-GP: Auf trocknender aber immer noch nasser Strecke positionieren sich direkt die Regenspezialisten auf den ersten Rängen. Nach dem ersten schnellen Umlauf führt Johann Zarco vor Jack Miller. Dahinter reihen sich Francesco Bagnaia und Alex Rins. Dann bleiben kurioserweise lange Verbesserungen aus, erst im dritten Versuch kann Fabio Quartararo zulegen und sich auf P3 einreihen. Quartararo ist auch der erste Fahrer, der auf den Medium-Regenreifen am Heck gewechselt hat, der bei immer weniger Wasser auf dem Asphalt mehr Haltbarkeit bieten sollte.
Die großen Verbesserungen erzielen unterdessen aber andere Fahrer. Zarco steigert sich mit einem neuen Soft-Hinterreifen noch einmal und baut seinen Vorsprung gegenüber Miller auf 1,180 Sekunden aus. Bagnaia, der noch nicht beim Reifenwechsel war, verdrängt Miller anschließend auf Platz drei. In den letzten Sekunden von Q1 purzeln die Zeiten schließlich. Zunächst bringt sich plötzlich Brad Binder in Führung, dann ist es Miller. Zarco schiebt sich zwischen Miller und Binder auf P2, nur eine Tausendstelsekunde hinter der Bestzeit.
Miller und Zarco steigen damit in Q2 auf. Binder muss sich mit Platz drei und damit Startplatz 13 begnügen. Neben ihm stehen Iker Lecuona und Maverick Vinales. Bagnaia führt Reihe sechs mit Augusto Fernandez und Alex Rins an. Am Ende des Feldes stehen Fabio Quartararo und Franco Morbidelli. Luca Marini musste das Wochenende am Samstag wenig überraschend endgültig aufgeben und nahm nicht mehr am Qualifying teil.
Das war Q2 auf Phillip Island: Knalleffekt zum Start in Q2! Marc Marquez hat es bei einsetzendem Regen sichtlich eilig, noch eine Rundenzeit auf leicht getrockneter Strecke anzuschreiben. Er kommt aber nur vier Kurven weit, dann geht er in der Anfahrt zur Miller-Hairpin zu Boden. Marquez rumpelt mit seiner beschädigten Ducati durch das Fahrerlager zurück an die Box, wo er blitzschnell auf sein Ersatzmotorrad wechselt und wieder auf die Strecke geht.
Der Schaden für Marc Marquez hält sich unterdessen in Grenzen. Johann Zarco führt die Session klar an, dahinter liegen Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Diogo Moreira. Marco Bezzecchi ist Fünfter, Jorge Martin nur Neunter. Acht Minuten vor Ende der Session startet Marc Marquez seinen zweiten Angriff, nun eben auf seinem Ersatzmotorrad. Gebremst wird er davon aber nicht: Er setzt sich direkt an die Spitze, 0,087 Sekunden vor Zarco. Marquez hat damit vorerst auch genug und kommt an die Box, geht aber blitzschnell wieder zurück auf die Strecke.
Dort gibt es für Marquez auch noch Arbeit zu erledigen, denn Zarco entreißt ihm wieder die Pole Position. Der Franzose ist 0,343 Sekunden schneller, die Verhältnisse werden also sichtlich nicht schlechter. Auf Platz drei reiht sich unterdessen Raul Fernandez ein und auch Martin kommt langsam auf Touren - Platz vier.
Dann dreht Lokalmatador Miller auf und schiebt sich auf Platz vor Marc Marquez. Der Weltmeister hat aber das letzte Wort - und wie! Er fährt die Konkurrenz in Grund und Boden, bringt in 1:34.203 Minuten fast anderthalb Sekunden zwischen sich und den Rest des Feldes. Bruder Alex sorgt mit 1,494 Sekunden Rückstand noch für eine Marquez-Doppelführung. Zarco komplettiert Reihe eins. Martin führt Reihe zwei mit Miller und Raul Fernandez ein. In Reihe drei stehen Pedro Acosta, Di Giannantonio und Bezzecchi. Die Startplätze zehn bis zwölf gehen an Moreira, Enea Bastianini und Ai Ogura.
Das Wetter: Der prognostizierte Regen erreichte Phillip Island bereits am Samstagmorgen und sorgte zunächst für nasse Strecke. Schon im 2. Freien Training der MotoGP hörten die Niederschläge aber auf und die Stars der Königsklasse hatten es mit trocknendem Asphalt zu tun. Dieser zog sich durch Q1 - und pünktlich zum Start in Q2 setzte der Regen wieder ein. Slicks waren zu jedem Zeitpunkt im Qualifying die Wahl für alle Fahrer.