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Als Achter im Zeittraining am Freitagnachmittag zeigte Maverick Vinales in Sepang eine verblüffende Leistung und stand damit zum ersten Mal in diesem Jahr direkt im Qualifying 2. In diesem wurde der Spanier am Samstagvormittag Letzter, was Startplatz 12 bedeutete. Und von dort ging es im Sprint am Nachmittag und Grand Prix am Sonntag rückwärts auf die Plätze 15 und 14, obwohl Konkurrenten vor ihm liegend stürzten, ausfielen oder aufgaben.
Maverick war nach den Rennen gut gelaunt, denn auf Phillip Island konnte er nicht einmal den Sprint beenden. «Es ist eine Frage der Schmerzen, sie sind der allein limitierende Faktor», erklärte der 10-fache MotoGP-Sieger aus dem Team Red Bull KTM Tech3. «Mit den Schmerzen in der Schulter ist es nicht möglich, die ganze Kraft abzurufen, die es braucht, um das Motorrad richtig zu bewegen. Dass ich in Malaysia mit weniger Schmerzen fahren konnte, lag an der Strecke und an den Behandlungen, die ich seit Australien bekommen habe.»
Anhand dieser Aussagen ist leicht nachzuvollziehen, weshalb es für Vinales mit fortschreitendem Wochenende immer schwieriger wurde. «Ich bin das Rennen zu Ende gefahren und hatte Glück, ein paar Punkte einzuheimsen», fasste der Spanier zusammen. «Es war ein hartes Wochenende, wenn auch nicht so schlecht. Ich tat mir schwer, ein gutes Gefühl zu finden. Wenn der Grip sehr niedrig ist, weiß ich immer noch nicht, wie ich das Motorrad zu fahren habe. Ständig muss ich meine Linien korrigieren. Wenn die Schmerzen in der Schulter stärker werden, bremse ich automatisch ein bisschen anders.»
Willkommen zum Rennen in Sepang
© Gold & Goose
Am kommenden Wochenende steht der kontrovers diskutierte Grand Prix in Katar an, der trotz der kriegerischen Lage am Persischen Golf durchgezogen werden soll – nur Yamaha hat seine beiden MotoGP-Teams abgemeldet .
«Ich hoffe, dass ich mich bis dahin genug erholen kann», sagte Vinales zu seinem körperlichen Zustand. «Es sieht so aus, als wäre das für die MotoGP ein normales Wochenende. Also müssen wir gehen, ansonsten bekommen wir sicherlich eine Strafe. Ich fürchte mich davor, dorthin zu gehen. Aber nicht wegen der Situation dort, sondern weil ich ein gänzlich anderes Gefühl haben werde. Mein Selbstvertrauen ist nicht mehr dasselbe.»