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„Völlig hart, so auszuscheiden“ – die Stimmen zu Werders bitterem DFB-Pokal-Aus in Dortmund

Der SV Werder Bremen hat das DFB-Pokal-Spiel gegen Borussia Dortmund bitter mit 2:3 (0:2) verloren und ist raus! Die Stimmen zum Spiel!

Bremen – Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Unfassbar. Maximal beeindruckend, dass meine Mannschaft heute so zurückgekommen ist. Vor 14 Tagen haben wir uns hier einen Punkt ergaunert, heute hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, wie gut wir Fußball spielen können. Was uns gefehlt hat, war dieser eine Moment, wo Mitchell Weiser diese Chance hat, auf 3:2 zu stellen – da hätten wir sie bekommen. In der ersten Hälfte hat man gesehen, dass wir wenig Zugriff hatten. Wir haben uns tief reindrängen lassen und sind von einem zum anderen gelaufen. Wir haben zur Halbzeitpause aufs 4-3-3 umgestellt, haben früher Druck auf die ballführenden Spieler bekommen. Das sah schon zu Beginn der zweiten Hälfte deutlich besser aus und dann wussten wir, wenn wir die Wucht einwechseln, dann haben wir noch Qualität auf dem Platz. Dann war es die beste Phase von uns. Das waren die wichtigsten Veränderungen, dass wir angepasst und Personal getauscht haben.“

Marco Friedl und Co. ärgern sich über das DFB-Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund nach einem ganz späten Gegentor.
Marco Friedl und Co. ärgern sich über das DFB-Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund nach einem ganz späten Gegentor. © gumzmedia

Erst die Aufholjagd, dann das bittere Ende: Werder Bremen hadert mit DFB-Pokal-Aus beim BVB – die Stimmen zum Spiel

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Der Grund für diese Niederlage war vor allem die erste Halbzeit, die ersten 20 Minuten sind wir nicht auf dem Platz, sind defensiv gar nicht in den Zweikämpfen drin, dann sind wir auch verdient 0:2 in Rückstand. Zweite Halbzeit, muss man sagen, ein unglaublich gutes Spiel von uns, völlig verdient zurückgekommen, mit den Wechseln nochmal ganz anderer Wind reingekommen. Völlig hart, jetzt so auszuscheiden, weil wir uns viel mehr vorgenommen haben. Das Spiel war komplett offen ab dem 2:2, es ging hin und her, wir machen dann unglücklich ein Foul und kriegen so das Tor. Aber du darfst nie damit rechnen, dass du in die Verlängerung gehst, vor allem nicht in Dortmund.“

Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwergetan. Die Dortmunder kamen mit unheimlicher Energie raus. Wir haben Probleme gehabt, auch in der Zuordnung im Defensivverbund, und sind dadurch auch nicht in den Druck nach vorne gekommen. In der Halbzeit haben wir dann umgestellt. Wir standen besser. Dann waren auch gute Aktionen dabei, mit ein bisschen mehr Mentalität. Dann waren wir eigentlich an einem Punkt, wo wir sie hatten. Und da ist das der einzige Vorwurf, den wir uns machen können. Das ist aber kein Vorwurf an die Jungs, weil ich finde, sie haben es top gemacht. Dann hat das letzte Momentum gefehlt. Es ist natürlich unheimlich bitter, wenn du so zurückkommst, mit so einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit, und dann in der 90. Minute das Tor zu bekommen. Trotzdem fahren wir erhobenen Hauptes nach Hause. Die Jungs haben wieder alles reingehauen. Wir haben gesehen: Wir können mithalten. Selbst hier in Dortmund hatten wir sie am Rand der Niederlage und das ist das, was wir mitnehmen müssen. Es ist bitter, deshalb ist es schwer, von einem guten Gefühl zu sprechen. Aber die Jungs sollen mit einem guten Gefühl nach Hause fahren, weil sie heute alles reingehauen und wirklich einen guten Job gemacht haben.“

„Sehr bitter“: Werder Bremen hadert mit mit spätem Aus im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund – die Stimmen

Niclas Füllkrug (Doppelpacker SV Werder Bremen): „Sehr bitter. Für uns geht jetzt die Welt nicht unter, das muss man auch ganz ehrlich sagen. Wir haben heute den ein oder anderen Wechsel drin gehabt. Die Jungs haben sich das aber auch verdient. Wir haben einen 26-Mann-Kader und davon brauchen wir jeden. Das war vor der Saison klar. Heute haben einige die Chance bekommen. Ich finde auch, jeder hat sich natürlich bemüht. Man hat so ein bisschen in der Defensive gesehen: Das, was uns die letzten Wochen extrem stark gemacht hat, war diese Verlässlichkeit aufeinander, dieses immer wieder Doppeln, immer wieder einen Weg machen, der eigentlich gar nicht meine Zuständigkeit betrifft. Und ich glaube, dass wir das in der ersten Halbzeit heute an ein paar Stellen leider weggelassen haben und dadurch haben die BVB-Spieler dann die ein oder andere Eins-gegen-eins-Situation mehr bekommen und da haben sie natürlich Qualität und dann tut es halt manchmal weh. Das 2:2 haben wir uns darüber erarbeitet, dass wir viel, viel mutiger und höher angelaufen sind. Problematisch danach, dass wir leider ein bisschen tiefer gegangen sind. Wir hätten weiter hoch auslösen müssen. Die haben hinten schon ein brutales Tempo und dann schaffst du es halt nicht, die Konter, die wir hatten, zu setzen.“

Mitchell Weiser (Spieler SV Werder Bremen): „Wie wir zurückkommen wieder, Hut ab vor der Mannschaft! Dann haben wir sie eigentlich, sie waren sehr verunsichert, ich habe die Chance auf das 3:2, dann haben wir viel zu viele lange Bälle gespielt in den letzten fünf Minuten und kassieren dann ein Traumtor. Wenn ich das Tor mache, bin ich mir sicher, dass wir weiterkommen. Das Traurige im Pokal ist, dass es jetzt nicht weitergeht. Von der Energie und Mentalität in der zweiten Halbzeit haben wir das über die letzten Saisonspiele schon gut auf den Rasen bekommen. Das müssen wir einfach weiter machen, dann sieht man auch, dass wir gegen jeden mithalten können.“

Stimmen zu Werder Bremen gegen BVB im DFB-Pokal – Niko Kovac: „Musst das Spiel in der ersten Hälfte platt machen“

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund): „Du musst das Spiel in der ersten Halbzeit meines Erachtens schon platt machen und spätestens nach der Chance von Carney Chukwuemeka, wo wir im Grunde genommen das nur noch zu Ende spielen müssen. Das haben wir nicht geschafft und dann war das in der zweiten Halbzeit ein wildes Spiel. Also so stelle ich mir das nicht vor, aber Ende gut, alles gut. Wir haben das taktisch einfach nicht gut gemacht, wir waren viel zu offen. Durch die Mitte sind sie vier, fünf Mal in der zweiten Halbzeit durchgebrochen. Das darf nicht passieren und deswegen war das 2:2 dann zum Schluss letzten Endes verdient für die Bremer und wir haben mit dem Lucky Punch das 3:2 noch machen dürfen.“

Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund): „Die Fans müssen ja auch was kriegen für ihr Geld... Wir waren eigentlich super im Spiel, haben souverän 2:0 geführt und dachten dann: komm, machen wir es ein bisschen spannend. Warum mit mehr als einem Tor gewinnen, wenn es auch knapp geht. Auf der einen Seite spielen die natürlich auch Fußball, sind auch eine gute Mannschaft, stehen auf Platz sechs der Bundesliga, haben super in die Saison gefunden, sind nicht einfach nur da und gucken zu. Nichtsdestotrotz geb ich vollkommen Recht, dass, wenn du das Spiel hier am Ende nicht ziehst, ist das nicht in Ordnung. Gottseidank müssen wir uns darüber keine Sorgen machen.“

Nico Schlotterbeck (Kapitän Borussia Dortmund): „Wir hatten in der ersten Halbzeit eigentlich alles unter Kontrolle, haben dann mit Serhou und Carney die Riesenchance auf das 3:0. Nach dem Elfer sind wir einfach ins Schwanken gekommen, haben viele lange Bälle gespielt, viele zweite Bälle verloren. Dann ist Werder Bremen verdient zum 1:2 und 2:2 gekommen. Am Ende ist es dann ein 50/50 Spiel, das Sabi mit einem Geniestreich entscheidet.“

*mit Stimmen von Sky und ZDF

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