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Die Skyliners Frankfurt ziehen im internationalen Vergleich mit Teneriffa zwar den Kürzeren, verkaufen sich aber teuer. Schade nur, dass das kaum jemand mitbekommt.
Viele Zuschauer waren ohnehin nicht da in der Ballsporthalle am Mittwochabend. Gerade einmal 1.620 Basketball-Begeisterte wollten das Spiel der heimischen Skyliners Frankfurt gegen den spanischen Club CB Canarias aus Teneriffa sehen. Bis zum Ende blieben die wenigsten.
Das hatte freilich nichts mit dem Spiel zu tun, sondern schlicht damit, dass Teneriffa-Coach Jaka Lakovič 1,2 Sekunden vor Spielende tatsächlich noch einmal eine Auszeit nahm, um seinem Team einen letzten Spielzug an die Hand zu geben. Von Erfolg war der allerdings nicht gekrönt. Es blieb bei einer 94:104-Niederlage der Gastgeber aus Frankfurt, verpasst hat niemand etwas.
Wobei: Verpasst haben streng genommen all jene etwas, die an tollem Basketball interessiert sind, aber trotzdem nicht in die Halle gekommen waren. Denn die Skyliners verkauften sich gegen das spanische Top-Team teuer.
Die Mannschaft von Chef-Trainer Klaus Perwas agierte wie gewohnt aus einer starken Defensive heraus, ging unter dem Korb aggressiv zu Werke und zeigte sich offensiv extrem treffsicher. "Wir haben uns nach der guten ersten Halbzeit mehr ausgerechnet", gab Perwas anschließend zu, "aber dann hat Teneriffa ungefähr drei Gänge höher geschaltet".
43 Punkte hatten die Hausherren aus Frankfurt in der ersten Hälfte erzielt, sich eine Zwölf-Punkte-Führung erarbeitet. 43 Punkte legten dann auch die Gäste von den Kanaren aufs Parkett – in einem einzigen Viertel. Ein neuer Rekord im EuroCup. Mehr als 42 Punkte in einem Viertel hatte zuvor noch kein Team erzielt.
"Sie haben gut getroffen in der zweiten Halbzeit, aber wir haben nicht aggressiv genug verteidigt, auch gegen den Werfer nicht", sagte Perwas, dessen Ärger sich aber sichtlich in Grenzen hielt.
Die Skyliners spielen bislang eine gute Runde, haben sieben ihrer zehn Pflichtspiele gewonnen. Die dritte Niederlage sei daher vielleicht ein ganz guter "Reality check", mutmaßte Perwas. Ein kleiner Dämpfer zur rechten Zeit, damit niemand in Frankfurt die Bodenhaftung verliert.
Die 1.620 Fans in der Ballsporthalle jedenfalls waren trotz Niederlage zufrieden mit ihrer Mannschaft, die sich auch nach diesem historischen dritten Viertel nie ergab und das Spiel anständig zu Ende brachte. Schade nur, dass das nicht noch mehr Menschen mitbekommen haben.