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BR24 Sport: Glücklicher Sieg am Millerntor: FCN bleibt an Hertha dran

Der 1. FC Nürnberg feiert beim FC St. Pauli einen glücklichen Sieg. Das Team von Trainer Miroslav Klose konnte sich auf einen überragenden Jan Reichert im Tor verlassen und bleibt in der Tabelle der 2. Bundesliga an Hertha BSC dran.

Hauptsache gewonnen, dürfte sich der 1. FC Nürnberg an diesem Nachmittag gedacht haben. In einem hochklassigen Zweitligaspiel setzten sich die Nürnberger am Ende mit 3:1 (1:0) beim FC St. Pauli durch, obwohl sie über weite Strecken der Partie nicht die bessere Mannschaft gewesen waren. Durch den Sieg erobert der Club Platz zwei vom VfL Wolfsburg zurück und hält Anschluss zu Spitzenreiter Hertha BSC.

FCN schwimmt nach Topstart auf St. Pauli

Eigentlich waren die Gastgeber zu Beginn spielbestimmend. Bereits nach zwei Minuten setzte St. Paulis Abdoulie Ceesay den Ball knapp neben das Tor. Mit der ersten Aktion führte aber plötzlich der 1. FC Nürnberg. Julian Justvan ließ seinen Gegenspieler stehen und passte den Ball in den Fünfmeterraum, wo Eric Smith mitgelaufen war und die Kugel ins eigene Netz stolperte (7.). Doch die Hamburger ließen sich davon nicht beirren. Nach einer Viertelstunde traf erst Louis Oppie den Querbalken, Sekunden später musste Club-Torhüter Jan Reichert gegen Lars Ritzka retten (17.). Wiederum nur eine Umdrehung später brachte Ceesay den Ball nicht an Reichert vorbei.

Das gleiche Resultat hatte auch die Aktion von Connor Metcalfe nach einer halben Stunde, der allein auf Reichert zulief. Doch der Kapitän der Nürnberger machte sich so breit, dass der Australier links vorbei schoss (30.). Erst kurz vor dem Pausenpfiff tauchte Nürnberg wieder vor dem gegnerischen Tor auf. Rafael Lubach schickte einen Schuss von der Strafraumkante Richtung kurzes Eck, doch St. Paulis Ben Voll war auf dem Posten. Mit einem Expected-Goals-Wert von 2,38 auf Seiten der Gastgeber zu 0,19 beim FCN ging es in die Halbzeitpause.

Ceesay überwindet Reichert - Haugen trifft auch als Joker

Auch in Durchgang zwei blieb die Heimmannschaft auf dem Gaspedal und nach einer knappen halben Stunde war auch Jan Reichert geschlagen. Ceesay drückte eine flache Hereingabe von Arkadiusz Pyrka von der rechten Seite über die Linie (58.). Der Club wiederum reagierte mit einem Lubach-Schlenzer, der den rechten Torwinkel nur knapp verfehlte (61.). In der Folge fanden die Nürnberger offensiv wieder mehr statt, St. Pauli wurde nicht mehr ganz so gefährlich.

Trainer Miroslav Klose brachte anschließend Sigurd Haugen und William Böving für den schwachen Piet Scobel und den bemühten Rayan Ghrieb. Beide hatten am Mittwoch im Pokal bei Bayer Leverkusen für den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gesorgt. Und der Neuzugang vom TSV 1860 München sollte direkt wieder treffen. Nur sechs Minuten nach seiner Hereinnahme antizipierte Haugen einen zu kurz geratenen Rückpass von Oppie, umkurvte Torhüter Voll und schob auf Höhe der Grundlinie aus nahezu unmöglichem Winkel zum glücklichen 2:1 ein (71.).

17-Jähriger Kornwachs setzt mit Traumtor den Schlusspunkt

Die hochklassige Partie behielt auch in der Schlussphase ihr Niveau und der Club einen Torhüter in Bestform. Reichert lenkte einen Metcalfe-Freistoß über die Latte (81.). Anschließend boten sich den Gästen mehr Räume. Fünf Minuten vor dem Ende scheiterte Masouras zweimal an der Vorentscheidung, für die sorgte dann der eingewechselte Marc Kornwachs. Der erst 17-Jährige schlenzte den Ball von der Strafraumkante in den rechten Winkel und sorgte für die drei Punkte für Nürnberg (90.). Ein Sieg, der angesichts der Statistik sehr glücklich war. Die Datenanbieter zählten am Ende mehr als vier zu erwartende Tore für die Gastgeber. Der FCN kam auf einen Wert von 0,63, nahm den Sieg aber mit nach Franken.

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