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"Being Sven Hannawald": ARD-Dokuserie über die Skisprung-Legende

Triumph bei der Vierschanzentournee 2002, Depressionen, Rückzug, Neuanfang: drei Folgen ab 28. November in der ARD Mediathek, im Ersten am 1. und 3. Januar 2027.

Szene aus der ARD-Dokuserie Being Sven Hannawald an einer Skisprungschanze
Szene aus der ARD-Dokuserie "Being Sven Hannawald". Foto: SWR/David Dincer

2002 schrieb Sven Hannawald Sportgeschichte: Als erster Skispringer gewann er alle vier Springen der Vierschanzentournee. Millionen verfolgten die Wettkämpfe, seine Poster hingen in Jugendzimmern, Skispringen wurde Popkultur. Die dreiteilige ARD-Dokuserie „Being Sven Hannawald“ erzählt, wie er selbst diesen Erfolg erlebt hat – und was danach kam.

„Ich habe diesen großen Moment der Sportgeschichte nicht gespürt. Ich habe gar nichts gespürt“, sagt Hannawald heute. Kameras, Schlagzeilen und die Erwartungen der Öffentlichkeit wurden zu ständigen Begleitern und zunehmend zur Belastung. Wegen Depressionen zog er sich zurück und beendete 2004 seine Karriere. Es folgten nach Angaben der ARD Jahre der Orientierungslosigkeit, der Selbstzweifel und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben.

Skispringer bei Nacht über der Schanze, Szene aus Being Sven Hannawald
Szene aus der ARD-Dokuserie „Being Sven Hannawald“. Foto: SWR/David Dincer

Vom Erzgebirge auf die großen Schanzen

Die Autoren Sebastian Dehnhardt und Mario Kottkamp zeichnen den Lebensweg nach: von den Anfängen im „Sächsisch-Sibirien“ des Erzgebirges über das Skiinternat im Schwarzwald bis zu den ersten Erfolgen, den ersten Rissen, großen Triumphen und großer Leere. Neben Sven Hannawald kommen Familie, Weggefährten und Zeitzeugen zu Wort, darunter Martin Schmitt, Jan Ullrich und Tom Bartels, laut Pressemappe außerdem seine Frau Melissa Hannawald, sein Vater Andreas Hannawald und sein Jugendtrainer Uwe Schuricht.

„Bei mir im Leben ging es immer nur um weit Skispringen. So weit wie möglich“, heißt es in einem der Zitate aus der Serie. Und: „Wenn ich gewusst hätte, was nach 2002 alles auf mich zukommt … ich hätte es genauso wieder gemacht.“

Schanzentisch in Bischofshofen, Szene aus Being Sven Hannawald
An der Schanze in Bischofshofen: Szene aus „Being Sven Hannawald“. Foto: SWR/David Dincer

Warum die Doku jetzt kommt

Warum er sich auf das Projekt eingelassen hat, erklärt Sven Hannawald im Interview der ARD-Pressemappe: Bei Dokumentationen sei ihm wichtig, tiefere Einblicke zu bekommen als in der gewöhnlichen Berichterstattung. Auch der Zeitpunkt müsse passen: „Da in dieser Saison das 25-jährige Jubiläum meiner Tournee 2001/02 ansteht, fand ich den Zeitpunkt absolut stimmig.“

Heute arbeitet Hannawald unter anderem als Skisprungexperte für die ARD und engagiert sich für mentale Gesundheit.

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