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Der ehemalige englische Nationalspieler Stan Collymore kann sich für Real Madrids Trent Alexander-Arnold eine Rückkehr zum FC Liverpool vorstellen - und riss auch die Option FC Bayern an.
"Ich glaube, Liverpool würde Trent wieder willkommen heißen, denn wir Fußballfans sind alle wankelmütig", sagte Collymore dem griechischen Wettportal Betarades über seine Einschätzung zu Alexander-Arnolds Zukunft.
Der Rechtsverteidiger hatte seinen Heimatklub aus Liverpool 2025 unter teilweise heftigen Unmutsbekundungen der Fans verlassen, die ihm den Wechsel nach Madrid übel nahmen. Alexander-Arnold hat bei Real bis 2031 unterschrieben, ist nach einer durchwachsenen und von Verletzungen überschatteten ersten Saison aber immer noch nicht so wirklich angekommen. Unter dem neuen Trainer Jose Mourinho ist der englische Nationalspieler keineswegs gesetzt und saß bereits mehrfach 90 Minuten lang auf der Bank - so auch beim jüngsten 4:1 gegen RB Leipzig in der Champions League am Mittwoch.
Oft gibt Mourinho Neuzugang Denzel Dumfries auf der rechten Seite den Vorzug gegenüber Alexander-Arnold oder er zieht Mittelfeldspieler Federico Valverde nach rechts hinten. "Alexander-Arnold erlebt eine neue Demütigung – ein deutliches Zeichen für den ehemaligen Liverpool-Star", schrieb das Liverpool Echo am vergangenen Wochenende, nachdem der gebürtige Liverpooler bei Reals 4:1-Erfolg in LaLiga über den FC Sevilla mal wieder nicht zum Einsatz gekommen war.
Aufgrund der unbefriedigenden Einsatzzeiten soll Alexander-Arnold schon leise an einen Abschied aus Madrid denken. "Wenn er sagt, dass er ein bisschen naiv gewesen sei mit seiner Vorstellung, dass Real Madrid, wenn man bei Liverpool spielt, noch eine Stufe besser ist, und wenn er all die richtigen Dinge sagt und dann auf den Platz kommt und einen Ball über 40, 50 Meter zu jemandem schlägt, der ihn in den Strafraum bringt, sodass Isak treffen kann, dann wird er wieder willkommen geheißen, denn Fußballfans sind sehr, sehr verzeihend", malte Collymore ein mögliches Szenario für eine Liverpool-Rückkehr des verlorenen Sohnes.
354 Pflichtspiele hat Alexander-Arnold bereits für die Reds absolviert, Collymore könnte ihn sich aber auch bei Bayern München vorstellen. "Man könnte ihn auch leicht den Weg von Harry Kane gehen sehen und zu einem Klub wie Bayern wechseln, die ihn mit offenen Armen nehmen würden. Er würde über rechts marschieren und Bälle auf Olise, Díaz und Harry Kane schlagen", so der 55-Jährige, der von 1995 bis 1997 selbst für Liverpool spielte.
Bayern wurde in den vergangenen Monaten zwar immer wieder mit der Verpflichtung eines neuen Rechtsverteidigers in Verbindung gebracht, unter anderem Givairo Read von Feyenoord Rotterdam soll bei den FCB-Verantwortlichen erneut Thema gewesen sein. Ob der FCB dazu bereit wäre, sich in derart kostspieligen Sphären wie jener von Alexander-Arnold umzusehen, darf allerdings bezweifelt werden. Schließlich wird der Marktwert des 28-Jährigen auf rund 60 Millionen Euro taxiert und sein Vertrag bei den Königlichen läuft noch gut viereinhalb Jahre.
Zudem haben die Bayern mit Konrad Laimer und Josip Stanisic ein verlässliches Duo für die Rechtsverteidigerposition im Kader, dazu kann Neuzugang Nathaniel Brown statt links hinten im Notfall auch rechts aushelfen. Bei Sacha Boey will der Rekordmeister derweil im Winter erneut einen Anlauf starten, einen passenden Abnehmer für den Franzosen zu finden.
Alexander-Arnold ist diese Saison bisher wettbewerbsübergreifend zu sechs Einsätzen (ein Assist) für Real gekommen. Nachdem er für die WM von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel nicht nominiert worden war, kehrte Alexander-Arnold in der zurückliegenden Länderspielphase in die Nationalmannschaft zurück. In den beiden Nations-League-Partien gegen Tschechien (2:0 auswärts, 3:0 zuhause) Ende September respektive Anfang Oktober stand er jeweils in der Startelf, absolvierte seine Länderspiele Nummer 35 und 36.