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Nach einem schwachen Saisonstart hat Borussia Mönchengladbach endlich den ersehnten ersten Sieg eingefahren. Beim Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart erkämpfte sich die ersatzgeschwächte Mannschaft einen knappen 3:2-Erfolg.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder sieht seine Mannschaft nun endgültig in der höchsten deutschen Spielklasse angekommen. Sichtlich befreit fasste er die Gefühlslage zusammen: „Der ganze Club atmet jetzt einfach mal durch.“
📌 Die Tore bei Stuttgart – Gladbach
Zuvor stand Gladbach massiv unter Druck. Mit sechs Niederlagen aus den ersten sechs Partien zierte der Club das Tabellenende. Eine weitere Pleite hätte einen historischen Tiefpunkt bedeutet, denn sieben Startniederlagen in Folge gab es in der Geschichte der Bundesliga noch nie. Entsprechend angespannt war die Lage rund um den Verein.
Erst im September hatte Alexander Blessin das Traineramt am Borussia-Park übernommen. Der in Bad Cannstatt geborene Coach spürte die enorme Last auf den Schultern seiner Spieler. „Man hat die Totengräber-Stimmung schon mitbekommen“, erklärte der 53-Jährige nach dem Schlusspfiff. Er empfinde großen Stolz auf die Leistung seiner Truppe, mahnte aber gleichzeitig zur Vorsicht.
Für ausgiebige Feierlichkeiten bleibe keine Zeit. „Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen“, forderte der Übungsleiter mit Blick auf den engen Terminplan. Bereits am Dienstagabend (27. Oktober) steht die nächste Herausforderung an. In der zweiten Runde des DFB-Pokals empfangen die Gladbacher den Karlsruher SC vor heimischer Kulisse.
Auf dem Rasen zog vor allem ein Nachwuchsspieler die Blicke auf sich: Wael Mohya glänzte bei der Elf vom Niederrhein mit einer herausragenden Vorstellung. Der erst 17 Jahre alte Offensivakteur bereitete nicht nur einen Treffer mustergültig vor, sondern trug sich auch selbst in die Torschützenliste ein.
Die Freude über den Teamerfolg war dem Youngster nach Spielende deutlich anzumerken: „Es ist uns heute allen ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Mohya und fügte hinzu: „Es ist natürlich geil, das haben wir uns alle verdient.“
Der Gladbacher Sieg in Stuttgart wirft allerdings seine Schattenseite. Gleich zwei Leistungsträger könnten sich schwerer verletzt haben.