Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
„Der Beste der Welt“ – oder doch der Liga? Experten schwärmen von St. Pauli-Profi
Eric Smith berät sich mit Joel Fujita und Martijn Kaars. Witters
Eric Smith berät sich mit Joel Fujita und Martijn Kaars.
Witters

Kurioser TV-Versprecher, aber viel Lob für Eric Smith. Seine Ungewohnte Rolle für Adam Dzwigala.

Weltklasse – solch ein Lob bekommt ein St. Pauli-Spieler nur selten, und es hielt auch nur ungefähr eine Sekunde. Knapp zehn Minuten waren in Darmstadt (0:0) gespielt, St. Paulis Nummer 8 trieb den Ball im Mittelfeld nach vorn, als Sky-Kommentator Joachim Hebel über Eric Smith sagte: „Der wohl beste Aufbauspieler der Welt.“

Einen Augenblick später verbesserte er sich zu „… der Liga“ – und das konnte allemal so stehen bleiben. Der 29-jährige Schwede bot am Böllenfalltor erneut eine starke Vorstellung, die auch Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt ins Schwärmen geraten ließ: „Smith ist mit Ball ein Ausnahmespieler für diese Liga.“

Viel Lob für Eric Smith beim Darmstadt-Spiel

In den letzten fünf Spielen stand für St. Pauli dreimal hinten die Null, die anderen beiden Male gab es jeweils nur ein Gegentor. Die Dreierkette mit Smith, Kapitän David Nemeth und Lars Ritzka genügt hohen Zweitliga-Ansprüchen. „Wir spielen aus einer guten Struktur“, befand Trainer Marcel Rapp: „Gerade im Mittelfeld laufen wir viel und stellen viele Räume zu.“ Zum Abwehrtrio sagte der Coach: „Die drei hinten haben sich gefunden. Sie spielen zusammen und jeder spielt auch sein eigenes Spiel.“

Die WochenMOPO 43/26

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitschriften gibt!

• Nachbarn von HSV-Profi in Angst: Seine Hunde sorgen für Ärger
• Tod von Kenneth († 24): Verprügelt und zum Sterben abgelegt?
• 16 Seiten Sport: Dieser Neuzugang ist das Gesicht des HSV-Aufschwungs
• 36 Seiten Kultur und Rätsel: Bär und Tigerente gegen den Herbst-Blues

Gut für St. Pauli – aber auch gut für Adam Dzwigala? St. Paulis Abwehr-Edeljoker kam zur zweiten Hälfte aufs Feld und spielte auf der für ihn ungewohnten rechten Außenbahn, weil Arkadiusz Pyrka dort nach seiner Verwarnung rotgefährdet war. Die 45 Minuten in Darmstadt waren für den 31-jährigen Polen der längste Einsatz der Zweitliga-Saison, zuvor kam er nur für insgesamt 31 Minuten in den Heimspielen gegen Wolfsburg und Karlsruhe zum Zuge.

Edeljoker Dzwigala sucht nach seiner Rolle

„Es ist lange her, dass ich das letzte Mal auf der rechten Seite gespielt habe“, erklärte Dzwigala nach dem Abpfiff und bekräftigte: „Wir haben das trainiert, ich bin eine Option auf der rechten Seite.“ Seinen Landsmann von der Außenbahn zu verdrängen, dürfte sich angesichts der insgesamt guten Leistungen des sieben Jahre jüngeren Pyrka allerdings schwierig gestalten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die drei Plätze in der Verteidigung scheinen ebenfalls vorerst vergeben, doch die starke Konkurrenz bekümmert Dzwigala nicht. „Je mehr gute Spieler eine Mannschaft hat, desto besser ist es für ihre Entwicklung“, gab sich St. Paulis Nummer 25 ganz teamorientiert: „Wir wissen alle, wo wir stehen und was unsere Rolle in der Mannschaft ist. Ich weiß, dass ich bereit sein muss.“ Ob nun in der Kette oder auf der Außenbahn.