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Der FC Bayern München hat am Montagabend die Trennung von Nils Schmadtke offizielle bekannt gegeben. Eigentlich hatte der Leiter der Scouting-Abteilung noch einen Vertrag bis Sommer 2027. Nun muss er schon zum 31. Jänner seinen Posten räumen.
Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München und sein Chefscout Nils Schmadtke gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Wie der Verein in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, einigten sich beide Seiten nach vertrauensvollen Gesprächen auf eine vorzeitige Beendigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses.
In der Presseaussendung des deutschen Spitzenklubs fand Sportvorstand Max Eberl ausschließlich lobende Worte für den scheidenden Scouting-Leiter. Eberl hatte Schmadtke einst selbst an die Säbener Straße geholt und betonte die konstruktive Phase der gemeinsamen Zusammenarbeit:
Über die exakten Hintergründe, die zur vorzeitigen Auflösung des Dienstverhältnisses führten, machten die Verantwortlichen des FC Bayern in dem offiziellen Communiqué naturgemäß keinerlei detaillierte Angaben.
Trotz der harmonischen Tonalität der offiziellen Vereinsmitteilung zeichnet ein Bericht des deutschen Fachmagazins "Kicker" ein weitaus differenzierteres Bild der internen Gemengelage. Den Recherchen zufolge gab es an der Säbener Straße über einen längeren Zeitraum hinweg erhebliche Kritikpunkte rund um die tägliche Zusammenarbeit:
Diese teaminternen Dissonanzen dürften letztlich den Ausschlag dafür gegeben haben, dass die Zusammenarbeit nach gut zwei Jahren vorzeitig für beendet erklärt wurde, um weitere Unruhe im Verein zu vermeiden.
Der scheidende Scouting-Chef selbst verabschiedete sich mit versöhnlichen Tönen von den Münchnern. Die Leitung der Talentsichtung bei einem Weltklub bezeichnete er als eine besondere Aufgabe und eine große persönliche Ehre:
Schmadtke hatte den Posten als Head of Scouting im Oktober 2024 übernommen. In dieser zentralen Funktion verantwortete er die Sichtung und Kaderplanung sowohl für das Bundesligateam als auch für das Nachwuchsleistungszentrum am Campus.
Durch den sofortigen Abgang entsteht in der sportlichen Leitungsetage des deutschen Rekordmeisters eine vakante Schlüsselposition. Auf den österreichischen Sportdirektor Christoph Freund und Campus-Leiter Jochen Sauer kommt nun rasch eine richtungsweisende personelle Aufgabe zu. Die beiden Führungskräfte müssen sich zeitnah um einen adäquaten Nachfolger für die Leitung der Scouting-Abteilung kümmern, um die strategische Kaderplanung für die kommenden Transferperioden ohne zeitliche Verzögerungen voranzutreiben.