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Frankfurt-Marathon: Amanal Petros räumt Fehler nach Kollision ein

Zwischenfall in Frankfurt

Frankfurt-Marathon
Hatte Pech beim Frankfurter Marathon: Amanal Pretros. (Quelle: Hannes P. Albert/dpa/dpa-bilder)

Beim Frankfurt-Marathon kam es auf den letzten Kilometern zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Nun hat sich der betroffene Läufer öffentlich dazu geäußert.

Amanal Petros hat sich nach dem Frankfurt-Marathon öffentlich zu einem Zwischenfall auf den letzten Kilometern des Rennens geäußert. Der deutsche Vize-Weltmeister war mit einer Person auf dem Elektrofahrrad eines Essenslieferdienstes zusammengestoßen. Das berichtet die DPA Hessen.

Petros lag beim Rennen lange in Führung, als es kurz vor dem Ziel zur Kollision kam. In den Kommentaren unter einem Video, das die Szene zeigt, schilderte der 31-Jährige den Ablauf: "Bei Kilometer 37/38 kämpft man im Marathon um jede Sekunde und jede Platzierung. Gerade in den Kurven versucht man, möglichst wenig Zeit zu verlieren. Plötzlich stand jemand mit einem Fahrrad direkt vor mir und blockierte meinen Weg."

"Trotzdem war das Schubsen vielleicht nicht die beste Reaktion"

Er habe abrupt mit dem linken Fuß abbremsen müssen, "was zu einer kurzen Blockade in meiner Wade führte und mich komplett aus meinem Rhythmus brachte". Am Ende belegte Petros mit einer Zeit von 2:05:46 Stunden den zweiten Platz hinter dem Äthiopier Jirata Dinki. Der Rückstand auf den Sieger betrug 41 Sekunden.

Zu seiner Reaktion auf den Zwischenfall schrieb Petros, er wolle sich äußern, "weil viele Menschen die Situation falsch verstehen". Er räumte ein: "Meine Reaktion kam aus dem Moment heraus. Ich wollte niemanden verletzen oder persönlich angreifen. Trotzdem war das Schubsen vielleicht nicht die beste Reaktion, und das kann ich auch zugeben."

Der in Eritrea geborene Sportler, der bei den Weltmeisterschaften in Tokio im Vorjahr die Goldmedaille im Marathon nach einem Foto-Finish nur knapp verpasst hatte, verwies auf die besonderen Anforderungen der Distanz. Wer Marathon laufe, wisse, wie viel Konzentration, Anspannung und körperliche Belastung gerade auf den letzten Kilometern zusammenkämen. Man müsse nicht jede Reaktion gutheißen, solle aber versuchen zu verstehen, bevor man urteile.

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