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Laut Dietmar Hamann kann der FC Bayern froh sein, dass die ursprünglich geplante Vertragsverlängerung mit Leroy Sane im Frühjahr 2025 noch platzte.
Bei Sky Austria feuerte der ehemalige FCB-Profi eine Breitseite gegen Sane: "Er hätte auch in München bleiben können, aber ich glaube, die Bayern sind mit großem Glück vorbeigeschrammt an dieser Geschichte. Dass er nicht mehr in der Lage ist, Mannschaften zu helfen, das hat man in den letzten 18 Monaten gesehen."
Hintergrund war das Bestreben der Bayern vor rund eineinhalb Jahren, den damals auslaufenden Vertrag mit Sane zu verlängern. Eine Einigung war bereits erzielt, ehe der Flügelstürmer seinen Berater wechselte und nachverhandeln wollte. Am Ende entschied sich Sane durchaus überraschend für einen Abschied von der Isar und einen ablösefreien Transfer zum türkischen Spitzenverein Galatasaray.
Allerdings erfüllte Sane in Istanbul seitdem die hohen Erwartungen nur selten. Aktuell hat er unter Cheftrainer Okan Buruk keinen Stammplatz, wurde zum Beispiel am Dienstagabend in der Champions League gegen den VfB Stuttgart erst Mitte des zweiten Durchgangs eingewechselt und setzte keine Akzente mehr.
Hamanns hartes Urteil: "Vielleicht sollten wir mal die Fans fragen, wie gefrustet die sind, dass ein deutscher Nationalspieler kommt, und wie lang ist er jetzt dort? 18 Monate? Der Return ist sehr überschaubar." Der TV-Experte ist sicher, dass die Gala-Anhänger Sane "lieber heute als morgen" loswerden möchten: "Was er vorhat, weiß ich nicht."
In der Tat sind Sanes Leistungsdaten derzeit überschaubar: 2026/27 bringt er es auf 14 Pflichtspieleinsätze, in denen er aber nur einmal über die volle Distanz randurfte und noch keinen Scorerpunkt sammelte. Am Wochenende leistete er sich am Rande des 4:0-Erfolgs in der Liga gegen Konyaspor eine Entgleisung, als er einen Kameramann anschnauzte: "Verpiss dich mit der Kamera."
Sane, der zuletzt vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auch nicht in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde, steht bei Galatasaray noch bis 2028 unter Vertrag. Mit einem Nettogehalt von neun Millionen Euro pro Jahr ist der 30-Jährige einer der Spitzenverdiener beim Serienmeister der Süper Lig. Dass Sane noch eine Zukunft in Europa hat, glaubt Hamann nicht. Er rechnet eher mit einem Engagement Sanes in den USA oder Saudi-Arabien.