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Gleich mehrere Ex-Löwen kehren am Samstag mit SFN Vechta in die Mühlenkamphalle zurück. Alles zum großen Wiedersehen in der Handball-Verbandsliga.
Diepholz – Die spielfreie Zeit nutzte Heiner Thiemann zum Trainieren mit seinem Team. Zwei Wochen lang hatten der Chefcoach und seine Verbandsliga-Handballer von der HSG Hunte-Aue Löwen kein Pflichtspiel. Die Einheiten nach der jüngsten Niederlage bei der TSG 07 Burg Gretesch verliefen jedoch nicht gerade rund. „Eine ideale Vorbereitung sieht anders aus“, sagt Thiemann vor dem Heimspiel-Derby gegen SFN Vechta (Samstag, 19.15 Uhr) und erklärt: „Einige Spieler waren angeschlagen, andere hatten Urlaub. So konnten wir nicht mit allen durchtrainieren.“
Die Vorfreude auf das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell zwischen dem Tabellensechsten und -fünften kann das jedoch nicht trüben. Im Gegenteil. „Wir freuen uns immer auf solche spannenden Vergleiche“, sagt Thiemann, der „einige“ Zuschauer in der Diepholzer Mühlenkamphalle erwartet. Vechta hätte sicher mehr davon mitgebracht, wenn nicht die Drittliga-Frauen parallel spielen würden. Eine Verlegung auf den Freitag, die sich SFN gewünscht hatte, kam für Thiemann jedoch nicht in Frage: „Damit hätten wir uns selbst geschwächt. Bei einigen Spielern passte der Termin nicht.“
Das Duell dürfte aber auch so einige Besucher anlocken, denn für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt neben dem Derby-Charakter die Tatsache, dass gleich mehrere frühere Löwen-Spieler an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren – allen voran Raul Ferent. Der Vechta-Trainer war nach seiner aktiven Zeit bei der HSG auch Coach der Zweiten. Das Gleiche trifft auf Malte Helmerking zu, der in Vechta Co-Trainer ist. Als Spieler hat neben Kreisläufer Jeldrik Heemann, Rückraumshooter Kevin Heemann und Stefan Beljic auch Torhüter Frederik Hohnstedt eine Barnstorfer Vergangenheit.
Thiemann freut sich bereits auf das Wiedersehen und einen Schnack beim After-Match-Bier. „Ich kenne einige ja sogar noch aus der Jugend“, erklärt der 74-Jährige. Und auch Hohnstedt fiebert dem Duell entgegen. Er betont aber auch: „Ich hatte mir immer gewünscht, dass das Derby zumindest in der Oberliga stattfindet, wenn es das schon mal gibt.“
Die Realität heißt jedoch Verbandsliga. Und im direkten Duell sieht „Freddy“ da die HSG vorne. „Wir können nur als Mannschaft gewinnen, individuell sind wir klar das schwächere Team“, betont der 31-jährige Leistungsträger, der die Löwen nach dem Oberliga-Abstieg in der Saison 2021/22 in Richtung verließ: „Die Löwen sind Favorit, alles andere wäre falsch. Sie sind Absteiger, auf allen Positionen besser besetzt, spielen zu Hause und stehen unter Zugzwang.“
Thiemann sagt zur sportlichen Ausgangslage: „Es treffen zwei Teams aufeinander, die nichts mit der Tabellenspitze zu tun haben.“ Die HSG rutschte zuletzt nach drei Pleiten in Folge ab. „Jetzt wollen wir wieder gewinnen“, sagt Thiemann. Für dieses Vorhaben sind fast alle Spieler „einsatzfähig“ – allein Joshua Planitz ist nach einer Weisheitszahn-OP noch nicht wieder fit.