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Kein Sportverein kommt ohne die engagierten Menschen hinter der eigentlichen Mannschaft aus. Bei den Profi-Basketballern von Rasta Vechta ist das nicht anders: Ohne Physiotherapeutin Beatriz und Team-Manager Max geht nichts.
Die Heim-Spieltage bei Rasta Vechta folgen einem immergleichen Schema. Für manche Spieler steht am Vormittag ein Termin bei der Physiotherapie an, andere ruhen sich aus. Und um 12 Uhr geht es los - das Team betritt zum ersten Mal gemeinsam die Halle. Beim Shoot-around, dem Warmwerfen, geht es um die Spieltaktik und darum, warme Hände zu bekommen. Max Plate hat da schon seine ersten Arbeitsstunden hinter sich. Der 20-Jährige ist Rastas Team-Manager, bezeichnet sich selbst als "Mädchen für alles". Wasserkisten schleppen, Trikots bedrucken, die Gegner empfangen. Max macht, was halt gerade gemacht werden muss.
Dazu gehört auch: Die Kabine vorbereiten. Im Mehrzweckraum davor macht Max die Trikots fertig. Jeder Spieler bekommt ein Warm-Up Shirt, eine Hose und Trikots fürs Spiel. Die hängen fein säuberlich auf Kleiderbügeln aus Holz. Die Plastik-Variante lässt er so lange links liegen, bis das Team zu viele Spiele verloren hat. Aberglaube - bringt wahrscheinlich nichts, sagt Plate. Aber er fühlt sich dadurch sicherer.
Nebenan, auf der Liege von Physiotherapeutin Beatriz Santos, geben sich die Profi-Basketballer kurz vor dem Spiel die Klinke in die Hand. Die Portugiesin bandagiert die Knöchel der Profis, damit die auf dem Platz mehr Halt haben. Alle fünf Minuten wechselt der Patient - Akkordarbeit für die 28-Jährige, die seit drei Jahren bei Rasta arbeitet. Die Arbeit mit Profisportlern sei besonders herausfordernd, weil es eben keine normalen Patienten seien, sagt Santos. Die Spieler haben andere Ziele, müssen unbedingt erfolgreich Basketball spielen können. Und das geht vor allem dann gut, wenn keine Verletzungen dazwischenkommen.
Bei Physiotherapeutin Beatriz Santos geben sich die Profi-Basketballer kurz vor dem Spiel die Klinke in die Hand.
Wie wichtig der Staff, also das Team hinter dem Team ist, weiß auch Chefcoach Christian Held. Jeder trägt seinen Teil zum Erfolg des Teams bei, sagt der gebürtige Aachener. Mit einem normalen nine-to-five Job habe die Arbeit bei Rasta nichts zu tun. Während der zehn Monate langen Saison gibt es so gut wie keine Freizeit, sagt der Cheftrainer. Zwei bis drei freie Tage während der Saison seien schon viel, verrät der Coach. Das müsse man wollen. Max Plate und Beatriz Santos wollen das.
Auf dem Feld können Max und Beatriz nur wenig helfen. Körbe werfen ist Aufgabe der Spieler - Max und Beatriz unterstützen das Team während der Spiele lautstark von der Seite, reichen Getränke und Handtücher, kümmern sich um die gute Laune. Denn auch darauf komme es an, sagt Max Plate beim Brote schmieren. Auf die Spieler warten in der Kabine Snacks und Erdnussbutter-Marmelade-Brote. "Die Jungs sollen glücklich hier reinkommen und glücklich wieder gehen", sagt Max Plate. Das "harmonische Zusammensein" sei wichtig, damit es auch auf dem Feld läuft. Und deshalb seien auch Kleiderbügel aus Holz und belegte Brote wichtig für eine erfolgreiche Saison in der Basketball-Bundesliga.
Dieses Thema im Programm: NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder - der Tag | 30.10.2026 | 17:45 Uhr