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(Motorsport-Total.com) - Oscar Piastri hat sich durch seine Kollision mit Arvid Lindblad beim Grand Prix von Mexiko eine Zeitstrafe von 10 Sekunden eingehandelt. Laut den Rennkommissaren hätte Piastri die Kollision in der ersten Kurve vermeiden können, indem er nach der ersten Kurve weiter nach links oder gar von der Strecke gefahren wäre.
Schließlich war er, so die Einordnung der FIA, zu keinem Zeitpunkt vollständig neben dem VCARB platziert. Der Racing-Bulls-Fahrer war somit laut Urteilsbegründung nicht dazu verpflichtet, ihm Platz zu lassen.
Durch den Zusammenprall musste Lindblad sein Rennen frühzeitig aufgeben. Zwar kam Piastri zunächst als Siebter ins Ziel, doch durch die Zeitstrafe, welche erst nach dem Rennen ausgesprochen wurde, fällt der McLaren-Pilot im Endklassement auf Rang 13 zurück.
"Eigentlich wollte ich da innen überholen", erklärt Piastri nach dem Rennen. "Aber er hat die Tür sehr, sehr spät zugemacht. Ich musste ihm also auf der Außenbahn aus dem Weg gehen."
"Von dort aus habe ich es halt versucht, und er hat mich klar auf die Außenbahn gedrängt", so Piastri. "An dem Punkt wusste ich, dass ich nicht ganz an ihm vorbeikommen würde. Also habe ich versucht, zurückzuziehen."
"Aber", wie Piastri betont, "er hat mich so weit nach außen gedrückt, dass ich nicht weiter nach links konnte. Dann haben sich unsere Räder berührt und so kam es dann eben dazu."
Wenig überraschend sieht es Lindblad ein wenig anders und erklärt: "Ich habe mir das noch nicht angeschaut und kann es daher nicht kommentieren. Am Ende waren wir beide einfach ziemlich schnell."
"Ich habe mir mit ihm ein richtiges Rennen geliefert", so der Rookie. "[Oscar] hat mehr als zehn Runden hinter mir gesteckt. Ich wollte da unbedingt um die Position fighten, und ich würde ihn sicher nicht einfach außen an mir vorbeifahren lassen."
Zwar konnte Piastri sein Rennen nach der Kollision fortsetzen, doch war sein MCL40 durch einige Schäden in puncto Performance beeinträchtigt.
"Ich denke, ich war sehr nah dran, 'neben ihm' zu sein", erklärt Piastri. "Ich war ja irgendwo in dieser Situation, um einen Unfall zu vermeiden. Es ist schwierig, aber in dem Moment, in dem wir kollidiert sind, mussten wir beide geradeaus."
"Es war ja nicht so, als hätte ich versucht, in Kurve 2 meine Nase irgendwo hineinzuhalten, wo sie nicht hingehört", so der McLaren-Fahrer. "Ich habe versucht, die Position aufzugeben, und war bereits neben der Strecke. Ich hätte da sonst nicht mehr tun können."
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Bereits vor dem Duell mit Lindblad hatte das Wochenende des McLaren-Piloten deprimierende Züge angenommen. Während Norris nach dem Rennen davon spricht, dass man unter anderen Vorzeichen um den Sieg hätte kämpfen können, war Piastri nicht einmal ins Q3 gekommen. Mit dem MCL40 zeigen sich beide im letzten Saisondrittel oftmals unzufrieden.