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Minutenlang herrscht bange Stille auf dem Rasen, als zwei Profis von Schalke 04 blutend am Boden liegen. Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi krachen bei einem Kopfballduell heftig aneinander und verlassen den Platz mit dicken Kopfverbänden. Betreuer stützen die Spieler, wobei besonders Gosens stark benommen wirkt.
Nach dem Schlusspfiff gibt der Verein eine leichte Entwarnung. Ein Sprecher bestätigt, dass beide Fußballer ansprechbar sind und selbstständig laufen können. Für weitere Untersuchungen befinden sich die Schalker jedoch bereits auf dem Weg in ein Krankenhaus in Gelsenkirchen.
Ausgelöst hat den Vorfall der Kölner Said El Mala in der 37. Minute. Der 20-Jährige gibt El-Faouzi in der Luft einen leichten Stoß, was zum Zusammenstoß der Teamkollegen führt. „Erst mal tut mir das unfassbar leid. Das habe ich gar nicht so wahrgenommen im Spiel, dass ich ihn so krass da reingeschoben habe“, erklärt El Mala bei Sky.
Er habe lediglich seinen Körper reinstellen wollen. Direkt nach der Behandlung auf dem Spielfeld sucht der Kölner das Gespräch und bittet um Entschuldigung. Er hofft, dass es den beiden Verletzten bald wieder gut geht. In den sozialen Medien bekam er von vielen S04-Fans dafür mächtig Wut ab.
Auf der Pressekonferenz richtet Trainer Miron Muslic seine ersten Worte an das verletzte Duo. Gleichzeitig lobt der 44-Jährige das Verhalten der gegnerischen Anhänger. „Bei aller sportlichen Rivalität, wie das Kölner Publikum danach reagiert hat, respektvoll mit diesem Applaus, zeugt von Größe. Dafür noch mal Dankeschön“, betont der Coach.
Angreifer Timo Becker bedauert den Ausfall angesichts der ohnehin langen Verletztenliste enorm. Einen Vorwurf macht er dem Kölner Kontrahenten nicht. „Das passiert im Fußball. Ist leider scheiße für uns jetzt, aber können wir nicht ändern. Deswegen sage ich gute Besserung und hoffe, dass sie schnell wieder da sind“, sagt der Stürmer.
Etwas strenger blickt Youri Mulder auf die Szene. Der Sportdirektor bewertet die Aktion als Foul, nimmt die Entschuldigung aber wohlwollend an. „Das ist natürlich sehr unglücklich. Ich denke auch, dass man so etwas nicht macht“, sagt der Sportboss. Er weiß jedoch, dass El Mala diese Folgen nicht beabsichtigt hat.